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Christliches Jugenddorfwerk Sachsen übernimmt Jugendclubs In Markranstädt

„Nicht missionarisch unterwegs“ Christliches Jugenddorfwerk Sachsen übernimmt Jugendclubs In Markranstädt

Das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) Sachsens hat die beiden Jugendclubs von Markranstädt und Großlehna übernommen. Am frühen Donnerstagabend war Wiedereröffnung im früheren JBZ am Bad.

Es geht weiter: Das Jugendbegegnungszentrum (JBZ) am Bad hat unter neuer Leitung wieder geöffnet.

Quelle: Jörg ter Vehn

Markranstädt. Das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) Sachsens hat die beiden Jugendclubs von Markranstädt und Großlehna übernommen. Am frühen Donnerstagabend war Wiedereröffnung im früheren JBZ am Bad.

Junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, sei eine sinnstiftende Aufgabe. Es tun zu dürfen, sei ein Privileg. Dabei die gewachsenen Stätten der Jugendarbeit zu erhalten und nicht wegbrechen zu lassen, sehe er auch als politische Aufgabe. Mit diesen drei Punkten begründete Stoyan Dimitrov, Leiter des CJD Sachsen, die Bewerbung des Vereins als Träger der offenen Jugendarbeit in Markranstädt. Wie berichtet, hatte sich zum Ende des Jahres der bisherige Träger, der Verein Richtungswechsel, zurückgezogen. Das CJD hatte sich danach als einziger Träger beworben, von der Stadt den Zuschlag bekommen.

Dimitrov dankte den Vorgängern, kündigte aber keine gravierenden Änderungen wie Umbauten oder ähnliches an. Wie es im Club künftig werden wird, ließ er bewusst offen. Gleichwohl habe das CJD eine Menge Erfahrung mit jungen Leuten: „Wir werden die Windrichtung nicht ändern können, haben aber eine ziemlich gute Idee, wie wir die Segel aufstellen müssen“, so Dimitrov.

Bürgermeister Jens Spiske (FWM) erinnerte an die nicht immer sachliche Diskussion auf dem Weg zu dem neuen Träger. Es gebe in Markranstädt „viele junge Menschen über 50“, die bei der künftigen Arbeit sehr genau hinschauen würden, gab er dem Team als Rat mit auf den Weg. Das Motto des CJD, dass keiner verloren gehen dürfe, finde er gerade in der heutigen Zeit wichtig. Manche würden sich zwar an dem C im Namen etwas reiben, „aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie missionarisch unterwegs sind“, sagte Spiske und übergab dem neuen Team einen Satz Gesellschaftsspiele.

Carolin Krause und Stefan Büttner (beide 26) bilden den hauptamtlichen Kern der beiden Clubs in Markranstädt und Großlehna. Jugendarbeits-Urgestein Veronika Werner bleibt quasi als Fels in der Brandung ebenso erhalten. Geöffnet ist vorerst in der Woche von 14 bis 20 Uhr, bei Veranstaltungen auch mal am Wochenende.

Workshops von Musik bis zur Kampfkunst Wing Chun, Freizeitangebote von Chillen bis Sport - was die jungen Markranstädter konkret in ihrem Club unternehmen wollen, können sie sich nun wünschen und in einem Fragebogen ausfüllen. Dieser soll in den nächsten Tagen im Ort ausgeteilt werden.

Krause und Büttner habe je eine halbe Stelle in Markranstädt, die andere Hälfte sind sie im CJD-Club in Markkleeberg-Gaschwitz. Eine Zusammenarbeit auch mit den anderen Clubs des CJD kündigte Dimitrov an. Er warb dafür, Ideen zwischen den Clubs auch auszutauschen.

Das CJD Sachsen ist nunmehr Träger von zehn Jugendclubs in acht Städten und Kommunen, unterhält Einrichtungen auch in Penig, Freiberg, Dresden, Heidenau, Annaberg-Buchholz und Löbau.

Das CJD Sachsen gehört zum Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland. Der gemeinnützige Verband ist in die Diakonie eingebunden, betreibt bundes- und europaweit Bildungs- und Sozialarbeit. „Seit 1991 engagieren wir uns an nunmehr 28 Standorten in Sachsen als professioneller Dienstleister in der Bildungs- und Sozialarbeit mit derzeit zirka 360 hauptamtlichen Mitarbeitenden und einer Vielzahl an ehrenamtlichen Helfern“, so CjD Sachsen-Sprecherin Corinna Thamm.

Von Jörg ter Vehn

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