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Markranstädt Denkmal erinnert wieder an Otto von Bismarck
Region Markranstädt Denkmal erinnert wieder an Otto von Bismarck
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07:00 02.09.2017
Wolfram Friedel (l.) und Rainer Schröder vom Heimatverein Markranstädt haben die Steinplatte am restaurierten Bismarck-Denkmal enthüllt. Quelle: Jörg ter Vehn
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Markranstädt

Im Stadtpark, der früher König-Albert-Park hieß, ist am Freitagnachmittag der Bismarck-Gedenkstein frisch renoviert enthüllt worden – genau 110 Jahre nach seiner Übergabe 1907. Der Heimatverein Markranstädt hatte alles organisiert.

Dem Verein sei es dabei weniger um Otto von Bismarck, den streitbaren und umstrittenen ersten deutschen Reichskanzler gegangen, gab der Vorsitzende Rainer Schröder zu. „Wir wollten den Beweis erbringen, was die Bürgerschaft bewegen kann, wenn sie sich zusammen mit den Firmen engagiert“, so Schröder. „Wir haben angefangen, dem Stadtpark ein neues Gesicht zu verleihen.“ Am Denkmal selbst fehlten noch Steine und die Umzäunung mit den Stangen, aber dafür sei bereits eine Firma gefunden, sagte Schröder dankbar. Rund ein Dutzend hatten er und Wolfram Friedel einspannen können, viele Sachspenden seien geflossen, so Schröder. Friedel wurde von ihm für sein Engagement zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

Dieser hatte auch den Kontakt zur Otto-von-Bismarck-Stiftung hergestellt, mit der die Gestaltung der steinernen Platte besprochen, die das verschollene kupferne Relief Bismarcks ersetzt. Ulrich Lappenküper von der Stiftung dankte, erinnerte an den Reichskanzler, dem noch zwei Wochen eine Sonderausstellung der Stiftung im Rathaus gewidmet ist.

Bürgermeister Jens Spiske berichtete auch von den Kriegerdenkmäler in Altranstädt und Seebenisch, die restauriert werden sollen. Hier wie dort gehe es nicht um Heldenkult, „es geht ums historische Erbe, dieses wiederzubeleben und in die heutige Zeit zu integrieren“. Die Stadt werde das unterstützen. Die Sanierung des Stadtparks sei in ein Förderprogramm aufgenommen, die Finanzierung der Sanierung von den Stadträten bei den jüngsten Beratungen wohlwollend zur Kenntnis genommen worden.

Von Jörg ter Vehn

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