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Der alte Star und ein Hauch von Reeperbahn in Frankenheim

Der alte Star und ein Hauch von Reeperbahn in Frankenheim

Markranstädt. Anhängerweise Kinder, alte und neue Technik zum Anfassen, ein Star mit Schlange und ein Hauch von Reeperbahn: Zum Mühlentag kamen einige Tausend Besucher an die Lindennaundorfer Bockwindmühle.

Elias kann schon ziemlich geschickt mit dem Akkuschrauber umgehen. Schraube um Schraube versenkt der Achtjährige im weichen Holz, Wand um Wand wächst sein Vogelhäuschen heran. "Wir kommen schon das dritte Jahr in Folge aus Lindenau hier her", sagt seine Mutti stolz. Tischlermeister Frank Keil, der zusammen mit Jochen Janosch den Bastelstand vorbereitet und die Holzteile vorgesägt und -gelocht hatte, schaut dem Jungen liebevoll über die Schulter. "Na, hier wächst wohl Nachwuchs heran", meint er.

35 Häuschen hatten sie vorbereitet, knapp anderthalb Stunde nach Beginn sind schon zehn fertig. "Wir lassen uns jedes Jahr etwas anderes einfallen", erzählt er. Im Vorjahr gab's zur Fußball-WM selbstgemachte Holzrasseln, in diesem die Nistkästen mit 30 Millimeter Einschlupfloch, gedacht für Meisen.

Jedes Jahr sich etwas einfallen lassen - so könnte auch das Motto des Heimatvereins Frankenheim-Lindennaundorf lauten, der mit rund 30 Aktiven und nochmal gleich vielen Freunden und Bekannten das Fest um seinen Star herum organisiert. Eine Besichtigung der engen, voll funktionstüchtigen Bockwindmühle anno 1848 war denn auch begehrt, lang waren die Warteschlangen.

Neu in diesem Jahr dabei war zum Beispiel Hobby-Seilmacher Hans-Joachim Grögor. Der frühere Banker, mit seiner Frau Bärbel auch rund ums historische Geschehen in Liebertwolkwitz sehr aktiv, war mit seiner "Reeperbahn" nach Lindennaundorf gekommen - und musste natürlich allen erstmal die Verbindung zwischen der traditionellen Seilherstellung, dem Hamburger Hafen mit seinem großen Bedarf an Seilen für die Schifffahrt und der heutigen Amüsiermeile erklären. Auf seiner "Reeperbahn" drehte Grögor Kindern ein Springseil, während seine Frau Bärbel im Eingangshaus in ihrem Kasperletheater Grimms Märchen spielte.

Kinder konnten auch bei Eberhard Rödger aus Döhlen im Hänger hinter seinem Lanz Bulldog um den Platz tuckern, oder bei Holzspielzeughersteller Wolfram Liebe Träume in Teak, Kiefer oder Wurzelholz bestaunen, beim Kindertreff "Fränklind'chen" mitspielen oder einfach nur den Spielplatz nutzen.

Oldtimerverein, Kräuter-Ferdie, Korn- und Nudelausstellung, Reiten, Alpakas, - bis zum modernen Fendt-Traktor mit sechs Meter breiter Sämaschine vom Landwirtschaftsbetrieb Freygang reichte das Spektrum an "Augenfutter", dem das für den Bauch natürlich nicht nachstand. "Ein ganz toller Erfolg", freute sich am Nachmittag Vereinschef Jens Schwertfeger über die offenbar gelungene Mischung für die Besucher. Das Thema Pkw-Stellplätze müsse im nächsten Jahr beim Mühlentag aber verbessert werden, sagte er selbstkritisch. Der halbe Ort sei ja zugestellt gewesen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.05.2015
Jörg ter Vehn

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