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Markranstädt Mehrheit spricht sich für Ausbau der Priesteblicher Straße aus
Region Markranstädt Mehrheit spricht sich für Ausbau der Priesteblicher Straße aus
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11:56 05.10.2016
Gut 728 abgegebene Stimmen hatte der Wahlvorstand zu zählen. Zwei Drittel waren für den Ausbau, ein Drittel dagegen. Quelle: Foto: Andre Kempner
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Markranstädt

Das Votum ist klar: Eine deutliche Mehrheit der Bewohner von Frankenheim, Lindennaundorf und Priesteblich wünscht den Ausbau des Feldweges als Verbindungsstraße zwischen „Priesteblicher Straße“ und „An den Windmühlen“. Das ergab am Dienstag die Auszählung der Bürgerbefragung von voriger Woche.

Von den 1108 Wahlberechtigten hatten 728 ihre Stimme abgegeben, somit lag die Wahlbeteiligung bei 65,7 Prozent. Von den abgegebenen Stimmen waren 487 (66,9 Prozent) für den Ausbau der Straße , 238 (32, 7 Prozent) dagegen. Drei Stimmen waren ungültig. Auf ihnen hatten Wähler ihr Kreuz mit einem Kommentar versehen.

Somit ist das Verhältnis geklärt: Ein knappes Drittel der Einwohner ist gegen einen Ausbau, aber mehr als doppelt so viele sind dafür. Bürgermeister Jens Spiske (FWM), der an der Auszählung im Bürgerrathaus als Zuschauer teilnahm, wollte unmittelbar danach das Ergebnis nicht kommentieren. Er hatte sich bei Bürgerfragestunden gegen einen Ausbau ausgesprochen. Am Nachmittag ließ er mitteilen, er freue sich über die gute Wahlbeteiligung. Eine deutliche Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger der Ortschaft habe sich für einen Ausbau entschieden. Und: „Das Votum ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Stadträte.“

Bereits im Stadtrat im November werde der Ausbau Thema sein, hieß es aus dem Rathaus. Ziel sei eine Grundsatzentscheidung, welche als Grundlage für die weitere planerische Arbeit der Stadtverwaltung dienen werde. „Sofern sich der Stadtrat mehrheitlich für einen Ausbau des Feldweges ausspricht, kann eine genehmigungsfähige Planung mit entsprechenden Kosten durch die Stadtverwaltung erarbeitet werden“, hieß es.

Die Stadtverwaltung hatte sich bei der Bürgerbefragung an die Grundsätze einer freien und geheimen Wahl gehalten. Auch das Auszählen war von Wahlvorsteherin Ursula Wagner öffentlich gemacht worden. So kam es, dass auch Wolfgang Lippert daran teilnahm. Er hatte bei einer Sprechstunde in Frankenheim die Befragung ins Rollen gebracht. „Alle streiten sich über Kosten oder eventuell zu fällende Bäume. Aber ist es vorher nicht wichtiger festzustellen, ob die Bevölkerung überhaupt den Ausbau wünscht oder nicht?“, erklärte er.

Ortsvorsteher Jens Schwertfeger (CDU) freute sich über das Ergebnis. „Es gibt auch das wider, was im Vorfeld an Meinungen an uns herangetragen worden war“, sagte er. Die Leute hätten sehr nüchtern entschieden, auf Argumente gehört. „Sie fühlen sich als Markranstädter und wollen auch dazugehören“, erklärte er und meinte damit eine bessere Anbindung an die Kernstadt. Die Abstimmung jetzt sei aber nur der erste Schritt. „Es ist ein Wegweiser, nicht der Weg selbst“, mahnte Schwertfeger zur Vernunft. Vieles sei noch zu klären und am Ende entscheide der Stadtrat.

Auch Priesteblicher hatten wählen dürfen, was im Vorfeld zu Kritik geführt hatte. Laut Ergebnisfeststellung waren von den 54 Wahlberechtigten 22 zur Urne gegangen – was bei dem Votum nicht ins Gewicht fallen dürfte.

Von Jörg ter Vehn

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