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Markranstädt Die Kurve kriegen - aber richtig
Region Markranstädt Die Kurve kriegen - aber richtig
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14:50 19.05.2015

Mit einem Affenzahn bricht das Heck des Sportwagens mit den vier Ringen aus der Spur aus. Doch der Fahrer bleibt gelassen, er steht fünf Meter von seinem Auto entfernt und lenkt mit der Fernsteuerung elegant dagegen. Der Wagen kriegt schnell die Kurve, beschleunigt wieder auf der Driftstrecke.

Seit dem Wochenende kann der Rundkurs mit allerlei Schikanen genutzt werden. "Uns geht es nicht um die Geschwindigkeit wie bei den Rennwagen, sondern darum, möglichst elegant um die Kurven zu driften", erklärt Christian Hanisch vom Verein. Wichtig sei zudem, dass die Autos detailgetreu nachgebaut sind. 60 Quadratmeter Fläche haben die Modellbauer mit Filz-Teppich ausgelegt, Kurven aus Holz und Kunststoffverplankung gebaut und Schikanen eingebaut. So müssen die Wagen beim Driften angebrachte Dosen mit dem Heck berühren.

Auch der 15-jährige Pascal lässt sein Auto im Maßstab 1:10 hier fahren. In die Technik, die Reifen, die Karosserie und das Cockpit, hat er nicht nur Zeit investiert, sondern auch viel Geld. Etwa 1000 Euro kostet ein guter selbstgebauter Driftwagen. Um sein Hobby zu finanzieren, geht er in den Ferien regelmäßig arbeiten. "Für das Driften müssen die Autos so gebaut sein, dass sich die Hinterradachse schneller dreht als die Vorderradachse", erklärt der junge Modellwagenpilot. Damit der Wagen in der Spur bleibt und die Kurven nehmen kann, sei beim Lenken viel Feingefühl erforderlich. Das Prinzip funktioniere bei einem echten Wagen genauso, wenn man während der Fahrt die Handbremse ziehe.

Bevor die Strecke so entstand, wie sie jetzt genutzt werden kann, wurden von den Vereinsmitgliedern immer wieder Teststrecken aufgebaut, bis wirklich jede Feinheit stimmte. Die Streckenführung ist jedoch variabel, so dass die Fahrer auch immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen. "Jedes Mal, wenn wir abends die Tür hinter uns zu machen, haben wir schon wieder eine neue Idee, was wir ändern können", sagt David Menzel.

Die Zusammenarbeit der Drift-Fans und der Rennfahrer entstand bei der Messe Modell-Hobby-Spiel. Dort wurde auch die Idee geboren, beide Modellbau-Varianten unter einem Hallendach umzusetzen. Die jungen Männer - Frauen sind eher selten in dem Metier anzutreffen - helfen dort auch Anfängern und Fortgeschrittenen bei der Bastelei, beraten bei Technikfragen und können auch mit dem einen oder anderen Ersatzteil aushelfen. Schrauberplätze mit Stromanschlüssen sind genügend vorhanden.

Trainingszeiten in der Halle in der Nordstraße 58 sind jeden Sonnabend von 10 bis 19 Uhr. Mitglieder können die Anlagen kostenlos nutzen, erwachsene Modellbaufans zahlen pro Tag zehn Euro für die Nutzung der Strecken, Kinder

www.rc-leipzig.com

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.01.2014
Julia Tonne

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