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Markranstädt Diskussion ums Stadtwappen
Region Markranstädt Diskussion ums Stadtwappen
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18:40 24.02.2010
Eindeutig gedreht: Der Sockel mit der Skulptur des Bartholomäus, dem Markranstädter Schutzheiligen, der am Kreisel Besucher der Kommune begrüßt. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

„Aus dem Rathaus wird jegliche öffentliche Post ohne Stadtwappen versendet“, empört sich Heiko Küster, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. Dabei steht in der Markranstädter Hauptsatzung in Paragraf 2, dass die Kommune ein Stadtwappen führt, den heiligen Bartholomäus als Schutzheiligen. Stattdessen verwende die Verwaltung zum Beispiel für die Einladungen zu den Ausschüssen den Slogan „Markranstädt – Mit Energie in die Zukunft“ inklusive einer grünen Grafik, sagte der Stadtrat. „Dafür sind sicher Ausgaben getätigt worden“, argwöhnte Küster und fragte im Dienstagabend tagenden Verwaltungsausschuss nach.Radon erläuterte, dass auf den Beschlussvorlagen das Wappen geführt werden müsse. „Ein Fehler des Sitzungsprogramms“ sei Ursache dafür, dass es fehlt. Zudem erklärte sie: „Im Ergebnis haben wir im Stadtmarketingprozess und dem erarbeiteten Leitbild eine neue Corporate Identity entwickelt. Wir prüfen zurzeit, ob wir dieses unter dem Gesichtspunkt eines einheitlichen Erscheinungsbildes nach außen weiter verwenden können. Zwar regele die Hauptsatzung, dass ein Dienstsiegel mit Wappen geführt werde. Und auch „Der“ oder „Die Bürgermeisterin“ – wie aktuell der Fall – müsse auf der offiziellen Korrespondenz der Stadt erscheinen. „Aber die weitere Gestaltung des Briefpapiers ist Verwaltungssache“, sagte sie. Als Beispiel dafür verwies sie auf das sich derzeit häufig im Erscheinungsbild ändernde Briefpapier des Landkreises Leipzig. Weiter versprach Radon die Angaben über die Kosten für die Umstellung nachzureichen. Damit war das Marketingbüro Sehsam beauftragt worden. „Das bedeutet, der Stadtrat erscheint mit dem Wappen und die Bürgermeisterin mit einem Layout, das mit dem Stadtrat nichts mehr zu tun hat“, konstatierte die Fraktionsvorsitzende der Linken Heike Kunzemann. Radon bestätigte, dass das neue Corporate Design auch auf das Amtsblatt übertragen werden soll. „Die Umstellung ist im Laufe des Jahres geplant. Die Verhandlungen mit der Druckerei laufen“, so Radon. Claudia Lutz von der Verwaltung kündigte gestern weitere Informationen im nächsten Stadtrat an.Auch in der Fraktion Die Linke hatte das fehlende Stadtwappen zu Mutmaßungen geführt. Zumal vor einer Weile gemunkelt worden war, dass der Schutzheilige auf der Verkehrsinsel am Kreisel weichen soll, um das Stadteingangsbild neu zu gestalten. Dies hatte Lutz aber dementiert. Die Tatsache, dass sich die Skulptur kürzlich wohl infolge eines Unfalls gedreht hatte, verleitete Stadtrat Hans-Jürgen Berg (Linke) zu der Aussage: „Es sollte niemanden wundern, wenn er demnächst verschwindet und einer innovativen Idee unserer Bürgermeisterin weicht.“

Kendra Reinhardt

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