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Disput um Zaunhöhen am Kulkwitzer See

Stadtgestaltung Disput um Zaunhöhen am Kulkwitzer See

Zäune in einem Wohngebiet sind ein heikles Thema. Erst recht, wenn sie in einem exklusiven neuen Gebiet gebaut werden sollen, das wegen seiner Lage am Kulkwitzer See quasi unter Beobachtung steht. Ausnahmen von den Regeln des Bebauungsplanes sind da kaum möglich, befand jetzt der Technische Ausschuss, musste aber einräumen, dass einige Hausbesitzer einfach schon Fakten geschaffen haben.

Nur 1,25 Meter hoch dürfen die Einfriedungen der Grundstücke im Neubaugebiet am Kulkwitzer See sein.

Quelle: Kempner

Markranstädt. Zäune in einem Wohngebiet sind ein heikles Thema. Erst recht, wenn sie in einem exklusiven neuen Gebiet gebaut werden sollen, das wegen seiner Lage am Kulkwitzer See quasi unter Beobachtung steht. Ausnahmen von den Regeln des Bebauungsplanes sind da kaum möglich, befand jetzt der Technische Ausschuss, musste aber einräumen, dass einige Hausbesitzer einfach schon Fakten geschaffen haben.

Eine Hauseigentümerin hatte beantragt, einen zwei Meter hohen Doppelstabmattenzaun zwischen ihrem Grundstück und dem benachbarten städtischen aufzustellen. Sie wollte das Grün der kommunalen Fläche nicht zu sich durchwachsen sehen, auch ein bisschen mehr Sicherheit, da die benachbarte Grünfläche schwer einsehbar und unbeleuchtet sei, begründete sie ihr Ansinnen.

Im Technischen Ausschuss gab es zunächst Verständnis dafür, dann aber Bauchschmerzen mit einer Ausnahmeerlaubnis. Er fürchte, daraus könne leicht ein Pilotprojet für weitere derartige Anträge werden, so Michael Unverricht (CDU). Einen „Nachahmereffekt“ hielt auch Eddy Donat (FWM) für möglich. Er hatte allerdings generelle Probleme mit den Regelungen im Bebauungsgebiet. Die sehen – wie berichtet – Zäune nur bis 1,25 Meter Höhe vor, um unter anderem den offenen Charakter der Siedlung nicht zu zerstören. Einfriedungen dürften den Blick nicht versperren, heißt es in den Bestimmungen. Solche in Form von Hecken dienten der Durchgrünung des Wohngebiets. „Zäune nur bis 1,25 Meter Höhe? Wer hält sich denn da dran?“, fragte Donat. Er schlug vor, generell über den Bebauungsplan noch mal „mit Realitätssinn“ zu reden.

Rosel Glöckner (SPD) erinnerte, dass es im Bebauungsgebiet am Kulki keine Einschränkungen des Sichtfeldes durch Mauern oder hohe Zäune geben sollte. Jens Schwertfeger (CDU) mahnte auch, am Effekt der Stadtgestaltung nicht zu rütteln. Weil das städtische Grundstück aber keine Verkehrs- oder Grünfläche sei, zu der nur Einfriedungen bis in eine Höhe von 1,25 Meter erlaubt seien, sondern als normales Grundstück zu betrachten sei, ginge dort ein Zaun bis 1,25 Meter und darüber hinaus eine Hecke bis in eine Höhe von zwei Metern. Das müsse auch als Schutz reichen, so Schwertfeger.

Mit Mehrheit sprach sich der Ausschuss dafür aus, diesmal keine Ausnahme zuzulassen. Für Kontrollen schon gebauter Zäune ist übrigens der Kreis zuständig, hieß es am Rande.

Von Jörg ter Vehn

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