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„Diva“, 91 Jahre, viele Macken, aber großer Freundeskreis, sucht Sanierer

Konzept im Stadtrat „Diva“, 91 Jahre, viele Macken, aber großer Freundeskreis, sucht Sanierer

Im Stadtrat geht es am heutigen Donnerstag um eine Vorentscheidung zur Sanierung des Stadtbades. Das Rathaus schlägt eine Teilsanierung vor. Das Komplettpaket käme auch doppelt so teuer.

Alle Jahre wieder werden viel Zeit und Geld für die Wartungsarbeiten ins Stadtbad Markranstädt gesteckt. Jetzt gibt es die Chance einer Sanierung über Fördergelder. Im Stadtrat fällt dazu eine Vorentscheidung.

Quelle: Andre Kempner

Markranstädt. Im Stadtrat geht es am heutigen Donnerstag um eine Vorentscheidung zur Sanierung des Stadtbades. Das Rathaus schlägt eine Teilsanierung vor. Das Komplettpaket käme auch doppelt so teuer.

91 Jahre ist die „Diva“, wie das Stadtbad wegen seiner kleinen Macken gern genannt wird, inzwischen alt. Und es entspricht nicht mehr der Zeit. Zwar können seit dem Bau der Tribüne auf dem Sportplatz nebenan im Jahr 2001 die dortigen Umkleiden, Duschen und Toiletten genutzt werden. Aber die Kosten, die „Diva“ wieder herzustellen, steigen. Rund 15 000 Euro werden dafür im Rathaus aktuell jährlich veranschlagt, dazu etwa 115 000 Euro Betriebskosten. Es gab auch schon Jahre, in denen sich der Saisonstart verzögerte, weil zu viele Schäden am Becken auszuputzen waren.

Rund eine Million Euro hat die Stadt nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahrzehnten bereits ins Bad gepumpt. Die Filteranlage stammt dennoch aus dem Jahr 2001, wäre zu erneuern. Die Sprunggrube unter dem Drei-Meter-Turm ist nur drei Meter tief, nicht mehr normgerecht. Die Wasserfläche sei insgesamt mit 1650 Quadratmetern auch eher überdimensioniert, findet das Rathaus. Und: Der zwei Meter breite Umlauf ums Becken zur Fußreinigung ist zwar praktisch, aber heute nicht mehr üblich.

Im Vorjahr hatte die kommunale Wohnungsbaugesellschaft bereits ein Konzept zur Sanierung erarbeitet. Angesichts der zu erwartenden Kosten von mehr als fünf Millionen Euro blieb den Stadträten aber erstmal die Sprache weg. Das Projekt wurde nie öffentlich vorgestellt, schien auf den St.-Nimmerleinstag verschoben.

Jetzt gebe es die Chance, über das Programm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ Fördergeld für eine Sanierung zu erhalten, so die Stadt. Verfolgt werde dabei derzeit der Ansatz einer Teilsanierung des Beckens mit dem Nicht- und Schwimmerbereich sowie eine Reduzierung der Beckengröße. Natürlich sollten der Sprungturm und die 50-Meter-Bahnen möglichst erhalten bleiben, heißt es.

Konkret ist aktuell zudem vorgesehen, das Planschbecken in das große Becken zu integrieren, um die zwei Filterkreisläufen auf einen zu reduzieren. Das große Becken solle zudem von 1650 auf etwa 1500 Quadratmeter verkleinert werden, heißt es auf Nachfrage.

Rund zweieinhalb Millionen Euro würden die Kosten der kleineren Lösung beinhalten, listet die Stadtverwaltung den Räten auf. Die Summe, die zu zwei Dritteln gefördert werden könnte, umfasse die Sanierung des Hauptbeckens samt der Filtertechnik, ein Wiederherstellen der schönen alten, ehemaligen Umkleiden, die jetzt als Funktionsgebäude genutzt werden, sowie Geld für Ausstattung und Planung.

So oder so – ein Baubeschluss ist die Entscheidung noch nicht. Eher eine Richtungsweisung, welche Art von Sanierung die Stadtväter für realistisch halten.

Von Jörg ter Vehn

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