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Eigentümer für Kitzener Kirche

Eigentümer für Kitzener Kirche

Seit 2007 bemüht sich der Förderverein der Kirche Sankt Nikolai Hohenlohe-Kitzen, das herrenlose Gotteshaus wieder in den Besitz der Kirchgemeinde zu bringen. Nachdem eine Stiftung gegründet wurde, haben sich Vereinsvertreter das Grundstück vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilienmanagement übertragen lassen.

Kitzen. Jetzt ist ein weiterer Schritt für den Erhalt der Kreuzkirche getan. Wie berichtet, konnte die Gemeinde Kitzen die Kosten für das baufällige Gebäude mit Grundstück nicht tragen und ließ sich aus dem Grundbuch streichen.

„Wir mussten eine Stiftung gründen, weil wir sie sonst nicht wiederbekommen hätten“, erklärte Initiator Siegward Bielesch. Die Stiftung war die Voraussetzung für das Eigentum, wodurch erst Fördermittel und Zuschüsse für Erhaltungsmaßnahmen fließen können. Die Anträge hatte der Verein beim Denkmalamt des Kreises und der Stiftung Denkmalschutz gestellt. Allerdings die Antwort erhalten, dass diese erst bearbeitet werden können, wenn das Gebäude einen Eigentümer hat.

Um Nägel mit Köpfen zu machen, gründeten Silvia Kunzmann, der ehemalige Pfarrer Hans Schmidt und Siegward Bielesch Mitte April die „Stiftung Kulturdenkmal Kreuzkirche Sankt Nikolai Hohenlohe-Kitzen“ mit 3000 Euro Startvermögen. Treuhänder der noch unselbstständigen und nicht rechtsfähigen Stiftung ist vorübergehend der Förderverein. „Um die dringend erforderlichen statischen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten möglichst schnell durchführen zu können“, erklärte Bielesch. „Ziel ist es, die Stiftung mit weiteren Gelder aufzustocken. Denn erst ab 50 000 Euro kann die Rechtsfähigkeit beantragt werden. Das Vereinsvermögen soll für Reparaturen verwendet werden.

Trotzdem hat es bis vor Kurzem Vorbehalte gegen das ambitionierte Projekt gegeben. „Einige hatten das Gefühl, wir wollen denen was wegnehmen“, meinte Bielesch. Dabei solle die Kirche so wieder ins Eigentum der Gemeinde zurückführt werden, erläuterte er. Laut Satzung steht der Kirchgemeinde Hohenlohe-Kitzen das uneingeschränkte Nutzungsrecht zu. Zudem gibt es zeitlich begrenzte Sondernutzungsrechte. „Es gab keine andere Lösung“, so Bielesch. Viele hätten immer noch geglaubt, dass die Landeskirche das Objekt wieder in ihren Besitz nehmen würde. Diese hatte die Übertragung aber mehrfach aus Kostengründen abgelehnt.

Nun erwartet er mit der Vorsitzenden Ingrid Riedel einen „Mitgliederzuwachs von 100 bis Jahresende“ und die Zuwendungsbescheide. „Spätestens 2011 wollen wir mit der Sanierung des geschützten, zirka 900 Jahre alten Kulturdenkmals beginnen“, kündigte er an.

Kendra Reinhardt

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