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Markranstädt Ein Drittel Fremdschuld: Mitnetz Strom beklagt Schäden am Kabelnetz
Region Markranstädt Ein Drittel Fremdschuld: Mitnetz Strom beklagt Schäden am Kabelnetz
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10:13 08.04.2016
Durchtrennt: Rund ein Drittel aller Störungen im Netz gehen auf Störungen durch Dritte zurück. Quelle: EnviaM
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Markranstädt/Markkleeberg

Nicht Alltag bei den Energieversorgern, aber immer wieder ein Ärgernis für alle Kunden: Ein Bagger beißt in ein Stromkabel – Kurzschluss und Stromausfall sind die Folge. So geschehen erst am 29. März gegen 11.30 Uhr an der Baustelle der Ortsdurchfahrt Göhrenz. Da waren 1600 Kunden betroffen. Schrittweise erhielten diese zwar bereits nach einer halben Stunden schon wieder Strom, aber die letzten 200 wegen der nötigen Reparaturen eben erst gegen 20 Uhr.

Rund ein Drittel des Störaufkommens in ihrem Netzgebiet sei auf Beschädigungen durch Dritte zurückzuführen, resümiert die Mitnetz Strom, Netz-Dienstleister der EnviaM. Dazu zählten etwa Bagger- und Tiefbauarbeiten, Kranarbeiten, Baumfällungen, aber auch Arbeiten von Landwirten.

Im Raum Markkleeberg gab es beispielsweise im Jahr 2014 zehn Störungen im Mittel- und im Niederspannungsnetz. Sechs davon seien durch Fremdeingriffe geschehen, so die Netzbetreiber. Von 2015 bis zum März diesen Jahres gab es jedoch schon 26 Störungen. Dabei seien neun durch Fremdeingriffe bei Baubetrieb aufgetreten, hieß es.

Aus Kosten- und aus Zeitdruck, teilweise auch aus Unkenntnis, versäumten es Bauausführende häufig, die dringend notwendige Schachtbescheinigung beim Netzbetreiber einzuholen. Unsachgemäßes Arbeiten im Bereich von Kabeln stelle jedoch eine große Gefährdung dar. „Schwerste, unter Umständen tödliche Verletzungen durch einen elektrischen Schlag könnten die Folge sein“, so die Mitnetz.

„Eigentlich benötigen Sie für alles, was tiefer als ein Spaten in die Erde geht, einen Schachtschein“, erklärt Netzleiter Uwe Härling. Ab Arbeiten von etwa 30 Zentimeter Tiefe sei dieser rechtzeitig vor Baubeginn beim Anlagenbetreiber zu erfragen. Diese Auskunft sei auch online kostenlos zu erhalten, erklärt er.

Von Jörg ter Vehn

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