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Markranstädt Ein Drittel mehr Querschnitt wegen Wind- und Sonnenenergie
Region Markranstädt Ein Drittel mehr Querschnitt wegen Wind- und Sonnenenergie
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14:19 19.05.2015
Ab Juli: Die Freileitungen in Kulkwitz sollen verschwinden. Quelle: André Kempner

"Wir haben an der Leipziger Straße alle Dachflächen bewertet, um in etwa zu wissen, was an Solarenergie in das Netz eingespeist werden könnte, und die Leitungen entsprechend dimensioniert", erzählte gestern Uwe Härling, Leiter der Netzregion West-Sachsen von Mitnetz Strom.

Denn neben der Versorgung der Kunden mit Strom spielt inzwischen das Einspeisen des in der Region hergestellten Stroms ins öffentliche Netz eine wichtige Rolle. Während der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bundesweit bei etwa 23 Prozent liegt, beträgt er im Bereich der Mitnetz in Mitteldeutschland schon 64 Prozent. Allein in ihrem Bereich gebe es eine installierte Leistung von 6685 Megawatt erneuerbare Energien. "Dabei beträgt die Höchstabnahme unserer Kunden 3700 Megawatt", so Härling. Den Strom abzutransportieren aus der Region, werde also immer wichtiger. Auch der scheidende EnviaM-Chef Carl-Erst Giesting hatte wiederholt von der Umwandlung der Versorgungs- in eine Entsorgungsfirma gesprochen.

So erhält die Leipziger Straße mit Blick auf künftige erneuerbare Energien stärkere Kabel. 2,2 Kilometer Niederspannungsleitungen würden im Rahmen des Ausbaus der Bundesstraße verlegt, 31 Hausanschlüsse angepasst, zwei Kilometer Straßenbeleuchtungskabel neu verlegt, 48 LED-Straßenlampen neu installiert. Zwölf davon seien schon errichtet, so Härling. Teils seien die weiteren Standorte beim Ausbau der Straße überpflastert worden, so Bürgermeister Jens Spiske. Das sei aber Absicht, um bis zum Eintreffen der besonderen Lampen die Wege begehbar zu machen und die Unfallgefahr zu verringern.

Die Baumaßnahme sei mit einem Volumen von 275 000 Euro eines der wichtigsten Einzelvorhaben im Landkreis Leipzig, so Sprecherin Evelyn Zaruba. Schon nach etwa drei bis vier Jahren habe sich die Investition wegen des deutlich geringeren Stromverbrauchs amortisiert, erklärte Härling.

Etwas kleiner fällt die Maßnahme in Kulkwitz aus. In der Querstraße und im Häuerweg sollen dabei von Juli bis September ebenfalls alte Straßenlampen gegen zehn neue ausgetauscht, dazu die Niederspannungsfreileitung in die Erde verlegt werden. Damit verschwinden die überwiegend als hässlich eingeschätzten Oberleitungen aus dem Ortsbild.

An Freileitungen arbeitet die Mitnetz derweil zwischen Eula bei Borna und Taucha. Dort sollen bis Ende nächsten Jahres 95 Masten und die Kabel der 110-Kilovolt-Leitung erneuert und ihre Querschnitte vergrößert werden - um die erneuerbaren Energien besser gen Süden abtransportieren zu können. Kosten: rund 8,8 Millionen Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2014
Jörg ter Vehn

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