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Markranstädt Ein Taubenhaus für die Jüngsten
Region Markranstädt Ein Taubenhaus für die Jüngsten
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18:12 24.08.2010
Das alte Taubenhaus am Rittergut Döhlen soll in den Spielplatz integriert werden, der auf dem angrenzenden Areal noch dieses Jahr entsteht. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

„Der Nachwuchs ist inzwischen zwei, drei Jahre alt“, berichtet die ehemalige Erzieherin Karin Rödger. „Wir treffen uns weiterhin regelmäßig auf dem Spielplatz im Park, haben da aber keine Möglichkeit, uns hinzusetzen“, kritisiert sie. Zudem sei das Areal zur gefährlichen Straße hin offen. Immerhin sechs Kinder und etliche Enkelkinder nutzen die Spielmöglichkeiten im kleinen Ortsteil. Oft sehe sie da bis zu 14 Knirpse, so Rödger. Die Markranstädter Verwaltung habe aber noch einen Fleck im Ort entdeckt, der sich sehr gut als Spielplatz eigne, meint sie und weist auf das alte Taubenhaus. Die maroden Garagen werden demnächst abgerissen. So kann gegenüber des Alten Ritterguts der Spielplatz „Zum Taubenhaus“ eingerichtet werden. Zudem soll die Feuerwehr einen Platz zum Grillen erhalten.

Das historische Taubenhaus, das um 1900 entstanden ist, gehört zum Rittergut. „Dort waren traditionell die Zuchttauben des Grundbesitzers untergebracht, im unteren Bereich Hühner und Perlhühner“, weiß Ortsvorsteher Helmut Wermke. „Das baufällige Gebäude soll erhalten und in den Spielplatz integriert werden“, kündigt er an. Die Idee sei von Markranstädts Bauamtsleiterin Uta Richter gekommen, unter deren Regie bereits mehrere Spielareale um- und ausgebaut worden sind, zum Beispiel der Mühlenspielplatz in Frankenheim-Lindennaundorf oder der in Göhrenz.

Richter habe sich auch in Döhlen sehr für die Umgestaltung eingesetzt, betont Wermke. Im ersten Schritt werde das Taubenhaus nun gesichert, um einen Abriss zu verhindern. Die gesamte Fläche um das Gebäude – der Ortsvorsteher weist auf das 600 Quadratmeter große Gelände, das stattliche Bäume ziert – soll eingebunden werden. Dazu wird das passende Spielgerät geordert – eben ein Taubenhaus aus dem Katalog.

„Das war das letzte große Objekt in Döhlen, das ich noch auf meiner Liste hatte“, sagt der Ortsvorsteher. Für die Maßnahmen werden etwa 2000 Euro als Materialkosten bereitgestellt. Zwölf Mann aus dem Ort werden das laut Planung am 24. und 25. September zusammen aufstellen, teilen Wermke und Rödger mit. „Da das künftige Areal einzäunt sein wird, kann man es auch gut für Veranstaltungen nutzen“, sagt Rödger. Durch die Anwohner sei das Areal zudem gut gegen Vandalismus geschützt, freut sie sich über den neuen Standort.

Kendra Reinhardt

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