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Einmal Zwenkau und zurück

Einmal Zwenkau und zurück

Diese Bilder mussten einfach nach Zwenkau kommen: Die Leipzigerin Constanze Zorn zeigt derzeit in der Lehmhausgalerie Gemälde, die sich mit Vergänglichkeit und (Um-)Brüchen beschäftigen.

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„Contact“-Suche: Die Leipziger Künstler Gunter Böttger und Constanze Zorn zeigen in der Lehmhausgalerie von Catherine Scholz noch bis zum 10. Dezember ihre Gemälde und Grafiken.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Das größte ihrer dort zu sehenden Werke schuf sie nach einem Besuch des damaligen Zwenkauer Tagebaus.

„Ich möchte damit auch zeigen, dass immer etwas Neues entsteht“, sagt die 49-Jährige, die von 1982 bis 1988 an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) studierte. Ihre Lehrer waren dort Rolf Felix Müller, Rolf Münzner und Dietrich Burger. „Die haben mich geprägt“, gibt sie zu.

Mehrere Jahre arbeitete Zorn an der Leipziger Oper als Grafikdesignerin, sie war für die ganz praktischen Dinge wie Plakate und Flyer zuständig. Bis 1991 stand sie in Diensten der Kulturstätte. „Dann wurde meine Stelle ersatzlos gestrichen“, erinnert sie sich. Für sie war das der Start ins Leben als freischaffende Künstlerin, wobei sie der Gebrauchsgrafik bis heute treu geblieben ist.

In der aktuellen Ausstellung zeigt sie Acrylbilder, allerdings kommen bei ihr auch Zeichnungen zu ihrem Recht. Sie setzt dabei auf die filigrane Wirkung der Feder, oft lehnt sie sich gestalterisch an japanische Farbholzschnitte an. Und auch ihr Ausbildungsberuf spielt eine wichtige Rolle. Hin und wieder gestaltet sie hochwertige Künstlerbücher in Kleinstauflagen – und das vom Text über die Illustration bis zum eigentlichen Buchbinden. Denn Constanze Zorn ist auch handwerkliche Buchbinderin.

Zweiter im Bunde – und das ganz wörtlich – ist Gunter Böttger. Der Grafiker ist Zorns Lebenspartner und kehrt mit der Ausstellung zu seinen Wurzeln zurück. „Im Alter von fünf Jahren verließ ich meine Geburtsstadt Zwenkau. Viele Erinnerungen habe ich nicht mehr, doch ich weiß noch, wie ich damals mit meinem neuen Trainingsanzug in den Dreck geflogen bin“, schmunzelt der Künstler.

Böttger, Jahrgang 1946, arbeitete mehrere Jahre in Eisleben als Bergmann unter Tage. „Dann musste ich mich entscheiden, ob ich der Branche als Ingenieur treu bleiben oder lieber an der HGB studieren wollte.“ Er entschied sich für die Kunst, beschäftigte sich vorwiegend mit Grafik und Illustration. Zahlreiche Bücher tragen deshalb seine Handschrift, so zum Beispiel die zu DDR-Zeiten erschienene große Zola-Ausgabe.

„Leider ist das illustrierte Buch heute kein Thema mehr, das ist für die Verlage viel zu teuer“, bedauert Böttger. Und so setzt er vor allem auf Grafik. Gemeinsam mit Constanze Zorn nutzt er seit einiger Zeit ein Atelier in der alten Hornschen Schnapsfabrik in der Leipziger Prellerstraße. „Dort arbeiten wir in der ehemaligen Betriebskantine“, verrät Böttger. Wer einmal vorbeischauen möchte, kann das zum Tag des offenen Ateliers am Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

Die Ausstellung in der Zwenkauer Lehmhausgalerie, Leipziger Straße 14, ist noch bis zum 10. Dezember donnerstags bis sonnabends von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Bert Endruszeit

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