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Elftklässler sind beim Spendenlauf erstmals schneller als die Polizeistaffel

Für den guten Zweck Elftklässler sind beim Spendenlauf erstmals schneller als die Polizeistaffel

Das gab es noch nie: In der zwölften Auflage des Markranstädter Spendenlaufes waren am Mittwoch die Elftklässler des Gymnasiums schneller als die Polizei. Dabei ging es allerdings auch „nur“ um den guten Zweck.

Schneller als die Polizei: Die Sieger des 12. Markranstädter Spendenlaufes der elften Klasse des Gymnasiums

Quelle: Jörg ter Vehn

Markranstädt. Das gab es noch nie: In der zwölften Auflage des Markranstädter Spendenlaufes waren am Mittwoch die Elftklässler des Gymnasiums schneller als die Polizei. Dabei ging es allerdings auch „nur“ um den guten Zweck.

„Ich will zum Tatort“ hatten die Bereitschaftspolizisten auf ihren dunkelblauen Trainings-Shirts stehen. Sie hatten von Anfang an einen schweren Stand: Sie kamen in Vertretung der Polizeischüler, die bislang immer gewannen. Erst zogen die Lehrer des Gymnasiums an den BePos vorbei, dann die Elftklässler. Die Lehrer konnten die Beamten auf den zehn Runden à vierhundert Meter wieder einholen, die Schüler nicht. In der Gästewertung kamen die Polizisten trotzdem auf Rang eins vor den Gymnasiallehrern.

Die Rathaus-Crew, die nach Dienst etwas trainiert hatte (die LVZ berichtete), belegte einen hinteren Rang im nach unten offenen Mittelfeld. Bürgermeister Jens Spiske hatte einen schlechten Anfang erwischt, ging als ältester Startläufer schon als letzter in die erste Kurve. Immerhin gelang es der Crew aber dieses Mal, nicht vor dem dritten Läufer überrundet zu werden.

Bei den Einzelläufern belegte am Ende Philip Huhn mit 17 Runden in einer halben Stunde den ersten Platz bei den Jungen, Lena Sikatzki siegte als bestes Mädchen . Hier hatte es zwischendurch Ärger gegeben, weil bei den Jungen ein anderer Sieger mit zwei Runden mehr benannt worden war. Die seien aber nicht von einem Lehrer notiert und bestätigt gewesen, sondern selber eingetragen worden, sagte Eberlein.

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Rund 2000 Läufer machten sich am Dienstag im Stadion am Bad auf den Weg, um bei möglichst vielen Runden und viel Tempo mit ihrem Sponsor möglichst viel Geld für einen guten Zweck zu erlaufen. Am Ende siegte erstmals in zwölf Jahren eine Schülerstaffel über ein Team der Polizei. Die Rathauscrew rannte ebenfalls mit, bewies guten Mut und Kampfgeist, blieb aber läuferisch eher im hinteren Mittelfeld.

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„Dabei sein ist alles“, hatte Moderator Michael Unverricht allen Läufern mit auf den Weg gegeben. Denn bei allem sportlichen Ehrgeiz ging es doch eher um das gemeinsame Laufen für den guten Zweck. Rund 2000 Markranstädter machten dabei mit, von den Kindern der drei Kitas Hoßgraben, Marienheim und Waldknuffel über die Grundschüler aus Markranstädt und Kulkwitz bis zu den Oberschülern und Gymnasiasten, deren Abschlussklassen auch nach Prüfungen und Zeugnisübergabe noch mitliefen, wie Sportlehrer und Organisator Lars Eberlein dankbar betonte. Die halbe Stadt schien mitzumachen. Den Startschuss für die Rennen gab übrigens Siebenkämpferin und Olympionikin Jennifer Oeser, deren Kitakind auch mitlief.

Durch die Sponsoren der Kinder und Jugendlichen sowie der Gäste sei bis zum Nachmittag eine Spendensumme von rund 4000 Euro zusammengekommen, berichtete Eberlein. Er ging davon aus, dass durch Überweisungen von Großspendern und Firmen noch weitere 1500 Euro in den nächsten Tagen hinzukommen. Das Geld soll gemäß der Wünsche der Spender dann aufgeteilt werden zwischen dem Ronald McDonald Haus in Leipzig, in dem Eltern schwerstkranker Kinder während der Behandlungen wohnen und so ihren Kleinen beistehen können, sowie dem Projekt Nepalmed, das sich um den Wiederaufbau des medizinischen Systems in Nepal kümmert.

Anne Flack, Initiatorin der Läufe, war den Tränen nahe. „Ich bin so stolz“, sagte sie in Richtung der Schüler, aber auch Chef-Organisator Lars Eberlein. Der sei mal ihr Referendar gewesen. Flack: „So wie man gesät hat, kann man ernten.“

Von Jörg ter Vehn

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