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Entspannung bei dem einen SSV, Spannung bei dem anderen

Entspannung bei dem einen SSV, Spannung bei dem anderen

Einhellig votierten die Stadträte von Markranstädt am Donnerstagabend dafür, die Sportplatz-Sanierung des SSV-Kulkwitz trotz Mehrkosten von 257 000 Euro (die LVZ berichtete) voranzutreiben.

Markranstädt. Die Summe soll laut Stadt gefördert werden. Am 22. Juni sollen in Kulkwitz die Arbeiten losgehen, spätestens am 11. September beendet sein, versicherte Bürgermeister Jens Spiske (FWM). Der andere SSV, der aus Markranstädt selbst, wird den Stadtrat noch länger beschäftigen.

Warum die Stadt die Betriebskosten dieses Vereins nicht wie vereinbart auszahle, hieß es in der Bürgerfragestunde. Wie berichtet, steht der Verein kurz vor dem finanziellen Aus, hatte um die vorfristige Zahlung der Abschläge fürs dritte und vierte Quartal gebeten. Der Verein will 170 000 Euro für 2015 haben, 115 000 Euro hat die Stadt in ihrem Etat bereitgestellt. Spiske antwortete, die Betriebskosten seien Steuergelder und dabei lasse er sich nicht unter Druck setzen. Von den 2013-Kosten müsse der Verein noch "eine erkleckliche fünfstellige Summe" zurückzahlen, sagte er. Auch die 2014-er Kosten seien "mängelbehaftet", so Spiske. Die nötigen Belege für die Kosten seien nicht beigefügt gewesen. Der alte und neue Vorstand, der eigentlich zurücktreten wollte, aber jetzt doch mangels Nachfolger bis zum Ablauf der Amtsperiode im November im Amt bleibt, habe aber zugesichert, die Belege vorzuweisen, sagt Spiske später.

Wie die LVZ erfuhr, nahmen es die SSV-Bosse nicht immer so genau mit den Betriebskosten. So sollen in der 2013- Rechnung unter anderem Sportschuhe aufgetaucht sein - die die Stadt als Betriebskosten über Steuergelder bezahlen sollte. Unklar ist auch noch, warum die öffentliche Hand die Betriebskosten fürs Stadion am Bad an den Tagen zahlen soll, wenn der Verein dieses für Spiele an den RB Leipzig weiterverpachtet hat und daraus Einnahmen erzielt.

Nächsten Freitag will sich die Vereinsspitze mit dem Rathaus treffen, um den weiteren Weg zu besprechen. Spiske versicherte im Stadtrat erneut, die Stadt werde alles dafür tun, damit bei dem Traditionsverein nicht das Licht ausgeht. Aber die Betriebskosten seien nicht dafür da, den Spielbetrieb der Fußballmannschaften zu finanzieren.

Ihr Geld kann die Stadt auch anderweitig einsetzen. Etwa für eine bessere Breitbandversorgung. Hier stellte Jan Klingler die aktualisierte Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse fürs schnelle Internet vor. Ergebnis: In der Kernstadt gibt es dank Kabel Deutschland die Möglichkeit des schnellen Datentransfers, in den meisten Ortschaften nicht. Das funkgebundene Netz geht bei starker Nutzung in die Knie. Über die Digitale Offensive Sachsen gebe es Fördermittel etwa fürs Verlegen von Leerrohren samt Kabel bis in die Ortschaften, um so Netzanbieter auch für dort zu finden, so Klingler. "Länger als zwei Jahre dürfte das alles nicht dauern", meinte den Ingenieur. Die Räte nahmen die Analyse zur Kenntnis. Eine Entscheidung ist für später geplant.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2015
Jörg ter Vehn

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