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Erinnerung an Gefallene greifbar machen

Spenden gesucht Erinnerung an Gefallene greifbar machen

Die Schrift ist verblasst, die steinernen Elemente halten kaum noch: Das Kriegerdenkmal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Friedhof Kulkwitz benötigt eine Sanierung. Der Ortschaftsrat hat sich davor gespannt, bittet um Hilfe und vor allem um Spenden.

Benötigt eine Restaurierung: das Denkmal auf dem Friedhof Kulkwitz.

Quelle: Kempner

Markranstädt. Die Schrift ist verblasst, die steinernen Elemente halten kaum noch: Das Kriegerdenkmal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Friedhof Kulkwitz benötigt eine Sanierung. Der Ortschaftsrat hat sich davor gespannt, bittet um Hilfe und vor allem um Spenden.

Die Idee für die Sanierung habe sie schon eine ganze Weile gehabt, erzählt die Ortsvorsitzende Carmen Osang. Aber jetzt dränge langsam die Zeit. Denn bis zum einhundertsten Jubiläum seiner Erbauung im Jahr 2022 solle das Denkmal wieder restauriert sein, findet sie.

Der Stein sei schon etwas Besonders für die Ortschaften. Der Gefallenen aus den drei Ortschaften Kulkwitz, Gärnitz und Seebenisch werde auf den Tafeln gedacht. Etliche der Namen seien zwar kaum noch lesbar, aber es befänden sich immer noch viele Namen von Familien darauf, die es auch heute noch gebe.

Aufgestellt worden sei das Mahnmal 1922. „Erbauer war damals das Braunkohlekraftwerk, das damit auch an die gefallenen Kumpel erinnern wolle“, erzählt Osang. Hintergrund: In der Region Kulkwitz gab es früher zunächst viel Braunkohlebergbau, später auch den Tagebau, aus dem der heutige Kulkwitzer See entstanden ist – übrigens als erster im heutigen Neuseenland.

Die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg und die Gefallenen sollten künftige Generationen nicht nur anhand von Wikipedia-Einträgen bekommen, meint Osang. Die Erinnerung sollte auch mittels realer, „begreifbarer“ Objekte vermittelt werden können, erklärt sie und bittet daher um Mithilfe bei der Sanierung des Steines.

Rund 10 000 Euro würden benötigt, um das Denkmal abzubauen, es zu reinigen, die Schrift wiederherzustellen, mit schwarzer Farbe zu hinterlegen und alles wieder aufzubauen. Bei der Sparkasse Leipzig könnten Spenden unter der IBAN DE 3786 0555 9211 6850 2574 mit dem Verbindungszweck „Denkmal Friedhof Kulkwitz“ eingereicht werden.

Zuletzt hatte der Heimatverein Markranstädt das Bismarck-Denkmal im früheren Stadtpark mit Spenden saniert.

Von Jörg ter Vehn

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