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Erster Baggerbiss für neue Kita am Stadtbad

Archäologen fangen an Erster Baggerbiss für neue Kita am Stadtbad

Seit Mittwoch haben die Arbeiten für die neue Kindertagesstätte am Stadtbad begonnen. Ein offizieller „erster Baggerbiss“, in anderen Kommunen gern gemacht, fand nicht statt. Wie berichtet, gab es im Stadtrat immer wieder Ärger um die stetig steigenden Kosten der Einrichtung.

Markranstädt. Seit Mittwoch haben die Arbeiten für die neue Kindertagesstätte am Stadtbad begonnen. Ein offizieller „erster Baggerbiss“, in anderen Kommunen gern gemacht, fand nicht statt. Wie berichtet, gab es im Stadtrat immer wieder Ärger um die stetig steigenden Kosten der Einrichtung.

Wie das Rathaus mitteilte, starteten die Arbeiten am Neubau mit der Freilegung des Baugrundes für die archäologischen Untersuchungen. Anschließend sollen noch im Winter die nötigen Medien wie Strom, Gas, Wasser, und Telefon verlegt werden, um das künftige Gebäude erschließen zu können. In ihm sollen nach Fertigstellung 28 Krippen- und 56 Kindergartenkinder betreut werden. Die Trägerschaft wird das Deutsche Rote Kreuz übernehmen.

Als Fertigstellungstermin nannte das Rathaus „voraussichtlich Ende 2017“. Ein anspruchsvolles Ziel, wie Beobachter meinen. Denn der eigentliche Bau des Hauses soll erst im Frühjahr nach dem Ende der Frostperiode starten. Nur ein gutes Dreivierteljahr bleibt so als Bauzeit.

Schon im Vorfeld hatte es immer wieder Verzögerungen gegeben. Wie berichtet, hatte der Stadtrat bereits Mitte 2014 grundsätzlich über den Bau einer neuen Kita entschieden. Es folgte eine Rangelei um den besten Standort. Neben dem jetzigen standen solche im neuen Wohngebiet am Kulkwitzer See und in der Ziegeleistraße nördlich der Bahnlinie in der engeren Wahl. Im März vorigen Jahres war darüber entschieden worden. Dann gab es Streit über die Modalitäten der Planung, Ausschreibung und Vergabe. Im September 2015 war die Jury für den Neubau besetzt worden, so dass erst im Februar diesen Jahres der eigentliche Baubeschluss gegeben wurde.

Da ging es noch um Gesamtkosten in Höhe von knapp 1,6 Millionen Euro. Inzwischen ist die Summe, auch durch Nachforderungen der Bauaufsicht und wegen der guten Baukonjunktur und hoher Baupreise, auf 2,1 Millionen Euro gestiegen. Das entspricht Kosten von rund 25 600 Euro je betreutem Kind – der Kreis hat seine Förderung auf maximal 20 000 Euro je Platz abgestimmt. 18 180 Euro kostet aktuell je ein Platz in der neuen Kita in Markkleeberg-Gaschwitz, die übernächste Woche übergeben wird. Dort hatte allerdings die stadteigene Wohnungsbaufirma die Regie.

Die rasche Fertigstellung ist nicht nur für die Eltern wichtig. Auch das Rathaus will unbedingt eine Inbetriebnahme und Verträge mit den Eltern auf jeden Fall vor dem April 2018. Denn mit Stichtag 1. April legt das Land seinen Zuschuss fürs Folgejahr fest. Dabei geht es um rund 193 000 Euro, die Markranstädt sonst verlieren würde und selber zahlen müsste.

Von Jörg ter Vehn

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