Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Expansion: Neue Fertigungshalle für Maschinenbauteile aus Markranstädt
Region Markranstädt Expansion: Neue Fertigungshalle für Maschinenbauteile aus Markranstädt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:15 19.05.2015
Froh über Expansion: Jens Spiske, Sabine Oette, Carolin Weber (v.l.). Quelle: André Kempner

"Voraussichtlich im Juni ist Bauabnahme, im Juli Einzug. Dann geht der Umbau in den alten Hallen weiter", erzählt Sascha Oette. Der Junior der "Dr. Oette Maschinenbauteile" hat noch viele Pläne. Vor allem um die Optimierung der Betriebsabläufe geht es ihm. Um Energieeffizienz, kurze Wege, die Verbesserung der Fertigungstiefe.

Dafür sei auch die neue Montagehalle in der Nordstraße errichtet worden, erklärt Chefin Sabine Oette. Weil in den beiden bestehenden Hallen kein Platz mehr sei, um auch größere Projekte für ihren Kundenstamm zu erledigen, sei der Bau notwendig geworden.

Oettes fertigen Gehäuse für Maschinen, arbeiten dabei mit führenden deutschen Maschinenbauern zusammen. Für den Fahrzeugbau seien sie tätig, für den Bergbau, Einhausungen für Strickmaschinen würden genauso hergestellt wie für Druckmaschinen. "Wir machen aber keine Massenfertigung, sondern arbeiten für kleinere Serien", erklärt Sabine Oette ihre Nische.

Der Betrieb habe 25 Mitarbeiter in Markranstädt, 56 in Ehrenfriedersdorf. Stärke des Unternehmens sei es, von der Konstruktion bis zur farbigen Gestaltung der "Hülle" alles zu übernehmen. "Der Kunde muss sich wirklich nur um seine Technik kümmern", erzählt sie.

Die neue Halle werde 860 Quadratmeter groß, sagt Sascha Oette. Ursprünglich geplant gewesen sei sie mit 1400 Quadratmetern. Auch die Höhe sei mit 7,50 Metern ein Kompromiss. "So wird es eben keine Kranhalle", sagt er, müssten die dort endgefertigten Produkte zur Verladung auf die Lastwagen erst in eine Nachbarhalle gebracht werden.

Es sei der zweite Anlauf auf die Halle gewesen, so Sabine Oette, wohlwissend um die Probleme mit Anwohnern im Mischgebiet Nordstraße. Letztlich habe sie die Nachbarn aber eingeladen und ihnen das Projekt erklärt, ist sie dankbar für das Verständnis.

Auch bei Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) hatten die Anwohner gesessen und um Erklärungen gebeten. Spiske freut sich über die Unternehmens-Erweiterung. Die Stadt sei immer froh, wenn ortsansässige Firmen am Standort expandierten, sagt er mit Blick auch auf den finanziellen Zusammenhang von Gewerbesteuern und Arbeitsplätzen zum möglichen Angebot der Stadt etwa bei Kitas und im Sport. Er hoffe, dass die Stadt auch weiter eine solche Stimmung bei ihren Betrieben erzeugen könne.

Zumindest attraktiv ist sie für weitere Ansiedlungen. Einige kleinere Handwerksbetriebe werden in nächster Zeit folgen. Die vielleicht kuriosesten dürften die Firmen "Deutsche Sonnensegel Lounge" und "Solar Protect Sonnensegel" sein. Für sie werde ein Grundstück in der Otto-Nussbaum-Straße bereits planiert, so Wirtschaftsförderin Carolin Weber. Das Unternehmen wolle mit neun Mitarbeitern Sonnenschutz herstellen. "Sie haben vor allem Auftraggeber im arabischen Raum", sagt sie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.05.2014
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einblicke in die Bergbaugeschichte Markranstädts gibt Heimatforscher Dieter Rackwitz am Donnerstag. In der Gaststätte "Zum Ast" am Ende der Hordisstraße wird er ab 19 Uhr auf Einladung des CDU-Stadtverbandes über einhundert Jahre Braunkohle aus dem Kulkwitzer Revier berichten.

19.05.2015

Er kam 45 Minuten zu spät - eine halbe Stunde wegen eines Missverständnisses um den Termin, der Rest wegen des starken Verkehrs -, richtig böse war bei der Markranstädter SPD aber niemand auf den zu späten Genossen mit der Bundesverkehrsminister-Erfahrung.

19.05.2015

Den Hauptteil der Diskussion nahm dabei der geplante Neubau einer Kita in Anspruch. Zwar liege die Bedarfsdeckung bei Krippenplätzen in Markranstädt bei guten 82 Prozent und bei Kitaplätzen sogar bei 91 Prozent.

09.05.2014
Anzeige