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Markranstädt "Experiment beendet": Es gibt kein Ur-Helles mehr
Region Markranstädt "Experiment beendet": Es gibt kein Ur-Helles mehr
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13:48 19.05.2015

Wie berichtet, hatten er, ein gelernter Bauingenieur, und sein Freund Thomas Kuhne, ein Dachdecker, im Vorjahr die in Markranstädt berühmte Brautradition wiederbelebt und mit dem Ur-Hellen auch gleich viele Freunde bis hin zu Bürgermeister Jens Spiske gefunden.

"Aber es gibt jetzt behördliche Anforderungen an uns, die wir nicht umsetzen können und wollen", erklärt er. So müssten laut einer EU-Verordnung künftig weitere Angaben über die Inhaltsstoffe auf das Etikett gedruckt werden. Das bedeute aber für die kleine Firma erneut neue Druckkosten, neue Ausgaben für das Design der Etiketten und mehr, erläutert er. Das sei bei einer kleinen Firma, die nur so gerade mit schwarzen Zahlen arbeite, nicht zu schultern. "Das Experiment Ur-Helles ist beendet!", sagt Rischpeter. Das letzte Ur-Helle sei Anfang Oktober verkauft worden, gestern lief offiziell auch die Pfandflaschenrückgabe in der Karlstraße 3 aus.

Zu besten Zeiten hatten Rischpeter und Kuhne, die in einer kleinen Brauerei im Osten brauen ließen, auch weitere Sorten im Programm, bildeten sich vor der Getränkeausgabe donnerstags sogar Schlangen. Im Schnitt seien pro Woche etwa 40 Kästen verkauft worden, so Bierfreund Rischpeter.

Wer das Ur-Helle künftig in Markranstädt noch sucht, muss nun ins Heimatmuseum. Das hatte für die Darstellung der Braugeschichte Markranstädts auch etwas Ur-Helles beschafft - aber nur eine Flasche.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.10.2014
Jörg ter Vehn

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