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Markranstädt Fragen, wo der Schuh drückt
Region Markranstädt Fragen, wo der Schuh drückt
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14:03 19.05.2015
Sozialministerin Christine Clauß (7.v.r.) am Altranstädter Schloss. Quelle: André Kempner

Und weil Wahlkampf ist, waren der Landtagsabgeordnete Oliver Fritzsche und die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf (alle CDU) auch dabei.

Vertreter des Schlossvereins kamen gerade aus dem ungarischen Vacvar zurück, wo sie mit Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) an der Jahrestagung der "Places of Peace", der Orte des Friedens, teilgenommen hatten. Was nur wenige wissen: Altran-städt gehörte 2007 zu den Gründungsmitgliedern dieses europäischen Netzwerkes von Orten, in denen bedeutende Friedensschlüsse stattfanden. Bekanntlich residierte 1706/1707 der schwedische König im Großen Nordischen Krieg im Schloss, gab den schlesischen Polen per Konvention die Glaubensfreiheit zurück. 125 Kirchen mussten zurückgegeben, neue für sie gebaut werden. "Ich glaube, daher wissen Polen mehr über Altranstädt als viele bei uns im Land", schmunzelte Wolfgang Hainichen vom Schlossverein. Die "Places of Peace" planten als nächstes eine europäische Friedensroute, um die Orte - Wermsdorf ist das andere deutsche Mitglied - bekannter zu machen. Der Verein selber hat die Sanierung des Schlosses weitgehend abgeschlossen, dafür in diesem Jahr noch eine kleine Caféterrasse errichtet, schaut jedoch mit Sorge auf die einsturzgefährdete Umfriedung.

Über Mangel an Ideen und Beschäftigung kann auch der Traditionsverein der Feuerwehr nicht klagen. 2002 zur Unterstützung der Wehr und zum Erhalt historischer Technik gegründet, übernehme der Verein mehr und mehr Aufgaben, erzählte die Vorsitzende Judith Heine. Nach der Auflösung des Heimatvereins organisiere der Verein inzwischen auch das Dorffest, versuche in diesem Jahr auch erstmals ein Oktoberfest aufzuziehen. "Die Karten gehen weg wie Semmeln", sagte sie. Viel Nachfrage gebe es auch für die Jugendfeuerwehr. Aus Kapazitätsgründen gebe es daher einen Aufnahmestopp. Die Jugendwehr benötige unter anderem ein Fahrzeug, um die Kinder besser zur Ausbildung fahren zu können, sagte sie.

Einen solchen Transporter hätte auch die TSG Blaus-Weiß Großlehna für ihre Mannschaften gern. Fritzsche regte an, wie in Markkleeberg geschehen, doch eventuell über die Stadt einen Wagen für die Vereine im Ort zu beschaffen. Beim Thema neuer Platzwart für die TSG-Sportanlage konnten er und Clauß jedoch nur auf das Jobcenter verweisen. Und auch bei den hohen Kosten für die Schiedsrichter im Spielbetrieb - Micha Unverricht vom SSV Markranstädt berichtete von 35 000 Euro pro Jahr für 15 Mannschaften - blieb die Antwort aus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.08.2014
Jörg ter Vehn

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