Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Frankenheim: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
Region Markranstädt Frankenheim: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 22.06.2015
Die Spuren im Acker und die schon wieder demolierte Schranke belegen, dass hier in Frankenheim nicht nur Radler die Abkürzung nutzen. Quelle: Jörg ter Vehn
Anzeige
Markranstädt

Wie berichtet, regelt dort eine Schranke die Zufahrt zu einem landwirtschaftlichen Weg. Das Wesen aus rot-weißem städtischen Metall wird regelmäßig demoliert, sobald es aufgestellt ist. Denn es versperrt eine Abkürzung von Frankenheim in Richtung Markranstädt. Die jetzige Schranke überlebte gerade einen Tag, bevor sie von einem Autofahrer, der Fahrerflucht beging, zerstört wurde. Gestern stand das Regulativ weit offen, weil bei der Demolierung auch das Schloss zu Bruch ging.

Dabei belegt das Foto, dass die Schranke auch öfter geschlossen war. Da fuhren die Autofahrer aber einfach übers Feld, zeigen die Spuren. Überliefert ist, dass einer sogar im nassem Acker stecken blieb, sich rausziehen lassen musste. Das Leben findet eben einen Weg. So oder so.

Bürgermeister Jens Spiske (FWM) kündigte gestern an, die Schranke wieder ersetzen zu lassen. 1500 Euro koste das jedes Mal, seufzte er. Aber es gebe eine Auflage der Verkehrsbehörde dazu.

Rund 900 Fahrzeuge nutzen laut Rathaus jeden Tag unerlaubt den Schleichweg. Gut finden könne er das nicht, meint Ortsvorsteher Jens Schwertfeger. Bei so viel "Rechtsbrechern" müsse aber auch mal die Frage möglich sein, ob sich nicht das Recht ändern lasse. Das Leben findet einen Weg. Ob das auch auf Juristen zutrifft?

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.06.2015
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Jugendarbeit in Markranstädt steht vor gravierenden Veränderungen. Grund ist die Ankündigung des Vereins Richtungswechsel, zum Jahresende die beiden Jugendclubs am Bad und in Großlehna nicht mehr weiter betreiben zu wollen.

19.06.2015

So viel Wasser hält nicht einmal ein Seefest aus: Viele Stunden lang feierten die Markranstädter am Sonnabend feuchtfröhlich entlang der Promenade am Westufer des Kulkwitzer Sees, bis ein Unwetter für ein nasses Ende sorgte.

17.06.2015

Einhellig votierten die Stadträte von Markranstädt am Donnerstagabend dafür, die Sportplatz-Sanierung des SSV-Kulkwitz trotz Mehrkosten von 257 000 Euro (die LVZ berichtete) voranzutreiben.

15.06.2015
Anzeige