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Markranstädt Freie Wähler Markranstädt: Mehrheit im Vorstand will gehen
Region Markranstädt Freie Wähler Markranstädt: Mehrheit im Vorstand will gehen
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00:30 06.12.2015
Gespalten: Die Freien Wähler Markranstädt, hier ihr Logo. Quelle: FWM
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Markranstädt

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Freien Wähler Markranstädt (FWM) haben drei von vier Vorstandsmitgliedern mitgeteilt, künftig nicht mehr weitermachen zu wollen. Grund sind offenbar innere Streitigkeiten. Damit steht die Wählervereinigung, die in Markranstädt auch den Bürgermeister stellt, vor einer ungewissen Zukunft.

Die Vorsitzende Gabriele Dietrich, Schatzmeister Matthias Kraus und Beisitzer Michael Urlaub kündigten an, künftig nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Schriftführer Bernd Schumann hatte dies bereits vorher mitgeteilt, trat zur Sitzung aus der Wählervereinigung aus. Einzig der bisherige Vize Jens Zeidler will im Amt verbleiben.

Die ordentliche Mitgliederversammlung habe dazu dienen sollen, auch die vorige Versammlung vom April auszuwerten, so Gabriele Dietrich. Dabei war über Sachthemen der Stadt und den Umgang damit gesprochen worden. Mitglieder kritisierten jedoch, dass von dem im April Gesagten noch nichts zu Papier gebracht worden sei.

Der alte Vorstand sei von den Mitgliedern – nach LVZ-Informationen waren 13 anwesend – entlastet worden, erklärte Dietrich. Als es zum Thema Neuwahlen kam und die Rücktrittsgesuche deutlich wurden, seien jedoch keine neuen für den Vorstand gefunden worden, so Dietrich. Sie führt das auch auf die geringe Zahl der Anwesenden zurück. Insgesamt hätten die FWM aktuell 23 Mitglieder. Bei den Kommunalwahlen 2014 holten sie mit 19,2 Prozent der Stimmen vier Stadtratsmandate.

Sie und der alte Vorstand blieben vorerst im Amt, erklärte Dietrich. Im Januar werde es eine Sitzung geben, bei der über Neuwahlen und über die Perspektive der Freien Wähler gesprochen werde, kündigte sie an. Sie selbst sei unzufrieden mit der Entwicklung, wolle aus persönlichen Gründen nicht mehr antreten.

Die FWM haben nach dem furiosen Start Ende 2011 bereits mehrere Vorstandsumbildungen hinter sich. Etliche Gründungsmitglieder sind allerdings bereits ausgetreten. Mitglieder berichteten anonym immer wieder von internen Streitigkeiten, auch um Fragen einer ehemaligen Stasi-Mitgliedschaft von führenden FMW-Mitgliedern. In den vergangenen Wochen gab es zudem internen Zoff um rechtspopulistische Äußerungen, die von Vorstandsmitgliedern privat bei Facebook veröffentlicht wurden.

Von Jörg ter Vehn

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