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Markranstädt Fünf Linden für Lindennaundorf
Region Markranstädt Fünf Linden für Lindennaundorf
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15:36 19.05.2015
Bürger fassen mit an: Bei der Baumpflanzaktion in Lindennaundorf werden fünf neue Linden im Ort gepflanzt. Quelle: André Kempner

Mit den noch jungen, aber immerhin schon mehreren Metern großen Bäumen sieht Lindennaundorf seinem alten Ortsbild deutlich ähnlicher.

"Auf alten Bildern vom Ort stehen hier viel mehr Bäume, als heute", sagt Jens Schwertfeger, Vorsitzender des Heimatvereins, der die Pflanzung zusammen mit dem Ortsvorsteher Jörg Frommolt organisierte. Schon 1626 sei die Linde erstmals im Namen von Lindennaundorf aufgetaucht, eine geregelte Bepflanzung habe es dann ab 1874 gegeben: Jede Grundstücksgrenze bekam seinen eigenen Baum. Doch in den vergangenen Jahrzehnten wurden etliche Linden gefällt - zum einen, weil die Straße begradigt wurde, zum anderen, weil sie von Krankheiten befallen waren.

"Es wäre schön, wenn der Ort zukünftig wieder so aussehen würde wie früher", begründet Frommolt die Aktion. Hilfe bekamen der Heimatverein und die Bewohner von der Stadt Markranstädt, die die etwa acht Jahre alten Bäume finanzierte. "Auf der Dringlichkeitsliste stand die Pflanzung nicht ganz oben", gibt Bauamtsleiterin Uta Richter zu. Doch das Vertrauen in den Verein und die Helfer sei so groß gewesen, dass die Stadt ihre Zustimmung gegeben und vorab die Pflanzgruben ausgehoben hatte. "Außerdem wissen wir, dass sich die Bewohner in den kommenden zwei Jahren um die Pflege kümmern werden", erklärt Richter.

Das rechnet sich für die Stadt. Die Kosten pro Baum von mehr als 1000 Euro könnten dadurch deutlich gesenkt werden. Bei der jetzigen Pflanzung halfen auch die Kinder vom "FränkLindchen", dem Freizeittreff für den Nachwuchs innerhalb des Heimatvereins. Fabian und Robert waren zwei der jungen Helfer, die mit anpackten und in den kommenden Wochen regelmäßig mit Wassereimern vorbeikommen. "Der Ort sieht viel schöner aus, außerdem gibt es dann mehr Sauerstoff", sagt Robert.

Die Lindennaundorfer hoffen, auch auf der anderen Straßenseite bald Bäume pflanzen zu können. Doch dazu sind noch Gespräche mit dem Energieversorger nötig, denn dessen Oberleitungen erschweren das Vorhaben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.10.2013

Julia Tonne

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