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Markranstädt Für Grundschule Markranstädt steht nächster Ausbau an
Region Markranstädt Für Grundschule Markranstädt steht nächster Ausbau an
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07:00 09.09.2017
Soll erneut ausgebaut werden: die Grundschule Markranstädt. Quelle: A. Kempner
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Markranstädt

Gerade mal zwei Jahre ist der Anbau an der Grundschule alt, über die Mehrkosten beim Bau streiten Stadt und Räte immer noch. Jetzt ist klar: Die Schule platzt aus allen Nähten, der nächste Anbau muss kommen.

Erst 2013 hatte die Stadt entschieden, die damals noch zweizügige Schule auf drei erste Klassen je Jahrgang auszubauen. Es entstand bis 2015 der sehr ansprechende „Schiffsbug“ – mehr nicht. Warum? „Im Jahr 2013 war keineswegs absehbar, dass durchgängig vier Klassen je Jahrgang gebildet werden müssen“, verteidigte die Erste Beigeordnete Beate Lehmann den Schritt. Die damals vorliegenden statistischen Angaben, die auch Grundlage der Fördermittelgeber seien, hätten für die Einschulungen ab 2016 ein leichtes Abnehmen der Schülerzahlen vorhergesagt.

Sie lagen falsch. Statt der 2013 noch avisierten 73 Erstklässler in Markranstädt fürs jetzt laufende Schuljahr lautete zwei Jahre später die Zahl der einzuschulenden Kinder 87 – jeweils inklusive des Nachwuchses aus Frankenheim-Lindennaundorf, die per Ausnahmeregelung auch die nahe gelegene Grundschule in Leipzig-Rückmarsdorf besuchen könnten. Planen müsse die Stadt jedoch immer mit diesen Kindern, so Lehmann. Denn erst im Mai/Juni jeden Jahres entscheide die Bildungsagentur, wer wohin darf. Weiterhin schwer kalkulierbar seien für die Prognose der Einschulungen die Zuzüge in den jeweiligen Jahren. Markranstädt sei eben insgesamt eine moderat wachsende Stadt, sagte Lehmann.

Die Grundschule soll nun baulich vierzügig werden. Lehmann kündigte für neue Unterrichtsräume sowie einen Ausbau des Speiseraumes einen weiteren Anbau und eine Aufstockung an, die Planungsgelder sollten noch in diesem Jahr bereitgestellt werden, erbat sie von den Stadträten. Die hatten – nicht-öffentlich - in der jüngsten Stadtratssitzung darüber bereits gesprochen, signalisierten Zustimmung. Heike Kunzemann (Linke) erinnerte an den ursprünglich bereits vierzügig geplanten Neubau der Grundschule, der nur mangels Fördergelder schrumpfte. „Wir hinken den Gegebenheiten hinterher“, bedauerte sie und kritisierte die Förderpolitik von Bund und Land. Winfried Busch (SPD) erklärte, angesichts der Baugebiete der Stadt liege die Erweiterung schon seit Jahren auf der Hand. Und eigentlich sei es auch schon wieder zu spät, weil Übergangslösungen geschaffen werden müssten.

Lehmann kündigte diese unter anderem für die Mittagessenversorgung an. Aktuell nutzt zudem bereits eine Klasse den ehemaligen VIP-Raum in der benachbarten Stadthalle. Ab dem nächsten Schuljahr müssten zwei Klassen außerhalb des Schulhauses unterrichtet werden, so Lehmann.

Elternvertreter beklagten vor den Stadträten den ihrer Meinung nach ungenügenden Zustand des Interims. Lehmann wies das zurück. Zur Verbesserung der Situation soll aber nun ab Montag ein ehemaliger Trainingsraum im Stadthallen-Obergeschoss für die Schüler umgebaut werden.

Von Jörg ter Vehn

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