Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt „Für die Festwiese brauchen wir ein neues Konzept“
Region Markranstädt „Für die Festwiese brauchen wir ein neues Konzept“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 17.06.2017
Bis zur letzten Minute waren Freitagvormittag Schausteller dabei, ihre Fahrgeschäfte auf der Festwiese aufzubauen. Im Hintergrund wird noch ein Kettenkarussell errichtet.
Markranstädt

500 Kinder bei der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, tausend Aktive beim Umzug an diesem Sonntag, dazwischen jede Menge Spiel, Spaß, Sport und Party – das 142. Markranstädter Kinderfest läuft. Nur auf der Festwiese muss etwas getan werden, weiß die Vereinsvorsitzende Sandra Thuselt.

Schiffsschaukel, Ringwerfen, Schießstand, Pony-Reiten, Losbude und ein „Pirateninsel“-Karussell mit liebevollen Booten für die Kinder – das war’s auch schon fast. In letzter Minute baute der Schausteller am Freitagmittag noch ein Kettenkarussell auf. In jedem Dorf ist die Kirmes größer...

„Der geplante Langos-Wagen hatte einen Achsbruch und das gewünschte Gruselhaus einen Unfall“, erklärt Thuselt etwas gereizt. Bei der jungen Vereinsvorsitzenden laufen alle Fäden für das große Kinderfest zusammen. „Wir haben in den letzten vier Tagen hier drei mal umgeplant“, seufzt die 28-Jährige. Dennoch weiß auch sie: „Für die Festwiese brauchen wir ein neues Konzept.“

Noch eine der größten Attraktionen: die Schiffsschaukel Quelle: Jörg ter Vehn

Fast 20 Jahre lang hatte eine Schaustellerfamilie den Rummel für den Verein in Eigenregie organisiert. Bis im vorigen Jahr plötzlich ohne Vorankündigung Schluss war, die Fahrgeschäfte einfach gar nicht kamen. Thuselt & Co organisierten dann doch noch etwas, aber das Grundproblem bleibt. Wer zum Rummel auf die Festwiese will, muss dort Eintritt zahlen. Für viele Schausteller nicht akzeptabel, die Kunden würden nicht zweimal zahlen, hieß es schon im Vorjahr.

„Es Eintritt zu nennen, ist eigentlich schon falsch“, meint Thuselt dagegen. Es sei eher ein „Beitrag“. Der Verein finanziere damit die Eröffnungsveranstaltung, die Kinderfestgala, den Familientag im Bad, das Feuerwerk am Sonntagabend, die Bastelsachen und auch die Verkehrsabsperrungen für den großen Umzug am Sonntag ab 14 Uhr. Ideen auch im Verein, letztere hohe Kosten einzusparen und die Wagenkolonne mit den bunten Fußgruppen als Demonstration anzumelden – wie es etwa auch die Loveparade anfangs in Berlin tat – lehnt Thuselt ab. „Ich möchte die Kinder nicht instrumentalisieren“, sagt sie.

So bleibt der Verein auf den Kosten hängen. Der Verein habe gottseidank viele Unterstützer, gerade im Vorjahr hätten sich auch viele junge Helfer einfach so eingefunden, dankt Thuselt. Im diesem Jahr müsse alles etwas auf Sparflamme laufen, „es ging vor allem darum abzusichern, dass es überhaupt wie gewohnt ein Kinderfest geben wird“, spricht sie es klar und deutlich aus. Nach dem Fest werde ein Strich gezogen und geschaut, wie es weitergehen kann.

Zumindest für dieses Wochenende ist das klar: Am heutigen Sonnabend ist der große Familientag im Stadtbad, am Abend die Disco, gegen 21 Uhr startet ein Lampion- und Fackelumzug an der Grundschule. Am morgigen Sonntag beginnt der Festumzug um 14 Uhr. Stellplatz ist die Parkstraße, dann geht es durch Marienstraße, Eisenbahnstraße, Am Sportcenter, An der Schachtbahn, Karlstraße und Albertstraße zur Hordisstraße.

Von Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der Geschichte der Tempo-30-Zonen in Markranstädt und der dazugehörigen Kontrollanlagen wird bald ein neues Kapitel aufgeschlagen: ein Blitzer, der in beide Richtungen blitzt.

15.06.2017

Am Wochenende steht das nächste Kinderfest – das 142. – vor der Tür. Ein viertes Straßenfest der Markranstädter Händler wird es hingegen in diesem Jahr nicht geben.

14.06.2017

Gute Nachrichten rund um den ehemaligen König-Albert-Park, auch Stadtpark genannt: Das Rathaus plant, die großzügige Grünanlage langfristig wieder herzurichten. Das kündigte Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler) bei der Ausstellungseröffnung mit historischen Aufnahmen zu dem Areal im Bürgerrathaus am Donnerstagabend an

10.06.2017