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Markranstädt Gerangel nach Bericht über Verschwiegenheit am Runden Tisch
Region Markranstädt Gerangel nach Bericht über Verschwiegenheit am Runden Tisch
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15:46 19.05.2015

Wie berichtet, ist eine Grundregel der Zusammenkunft, dass nur der Moderator, Pfarrer Michael Zemmrich, hinterher eine mit allen Beteiligten abgestimmte Erklärung abgibt.

Die CDU beriet am Wochenende bei einer Fraktionssitzung darüber. Stadtchef Michael Unverricht: "Wir missbilligen die eigenhändige Veröffentlichung, werden den Runden Tisch aber fortsetzen." Die Partei dränge jedoch darauf, dass sich jeder Teilnehmer auch an die Regeln halte, die ausgemacht seien. "Wir wollen nicht jedes Mal hinterher wieder ein Dementi oder irgendeine Entschuldigung hören", so Unverricht.

Der Runde Tisch war auf Angebot von Zemmrich eingerichtet worden, um im quasi geschützten Rahmen die Geschehnisse des außerordentlich scharf geführten Bürgermeisterwahlkampfes aufzuarbeiten und die politischen Kräfte der Stadt wieder in den Dialog zu bringen.

Nach der Veröffentlichung war auf der Facebookseite der Freien Wähler ein Sturm entbrannt. Dort nannte die Vereinigung, deren Vorsitzender der gewählte, aber wegen einer Anfechtung verhinderte Bürgermeister Jens Spiske ist, den Beitrag "unsäglich". "Ob solche Artikel zur Verbesserung des politischen Klimas in unserer Kommune beitragen, hält unser Vorsitzender Jens Spiske für fraglich", stand dort. Andere Mitglieder gingen noch viel schärfer ins Gericht. Spiske versicherte dort auch ausdrücklich, nichts der Presse gesagt zu haben.

Brauchte er auch nicht: Die Freien Wähler hatten auf derselben Seite ihre Meinung zum Runden Tisch vorab veröffentlicht - sowohl auf Facebook, als auch auf ihrer eigenen Homepage im world wide web, dem Internet. Die LVZ hatte nur daraus zitiert.

Spiske beteuerte gestern, die Freien Wähler hätten sich an die Regelungen zum Stillschweigen gehalten, keine Einzelheiten verlauten lassen, lediglich die positive Stimmung dargestellt. "Wir sind es unseren Mitgliedern und Freunden schuldig, zeitnah zu wichtigen Themen zu informieren", so Spiske. Die Aufregung sei aus seiner Sicht unverständlich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.09.2013

Jörg ter Vehn

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