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Markranstädt Gesprächs-Absage: Osterfeuer brennt beim Bündnis 2012 weiter
Region Markranstädt Gesprächs-Absage: Osterfeuer brennt beim Bündnis 2012 weiter
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17:21 19.05.2015

Grund sind ausgerechnet dessen freundliche Worte zu den Osterfeuern.

Spiske hatte im bürgermeisterlichen Ton im Internet den freiwilligen Helfern der Osterfeuer seine Anerkennung gezollt. "Mit ihrem Einsatz haben Sie die Möglichkeit geschaffen, dass sich die Menschen näher kommen und miteinander kommunizieren können", schrieb er auf der Seite der FWM. Gleichzeitig dankte er den Bürgern, die mit ihm und den Mitgliedern der FWM dort ins Gespräch gekommen waren. "Die angeregten Gespräche haben gezeigt, dass das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der aktuellen Politik in Markranstädt, an meinem Amtsantritt und den aktuellen Themen der FWM ungebrochen ist", steht da.

Seitdem fühlt sich Christian Ebel-Geißler, Chef vom Bündnis 2012, wie im falschen Film. "Zumindest in Göhrenz, Quesitz und Räpitz hat Spiske keinerlei Gespräche geführt", will er wissen. In Göhrenz gehörte Ebel-Geißler zu den Organisatoren, aus den Orten hätten ihm das Mitglieder bestätigt. "Sowohl als Ausrichter als auch als Gäste haben wir Sie als einen passiven Beobachter erlebt, der keinen Kontakt zu den Bürgern - selbst nicht zu den Veranstaltern - gesucht hat", schrieb Ebel-Geißler an Spiske. Er könne daher die Veröffentlichungen dazu und zu den angeblich stattgefundenen Gesprächen nicht nachvollziehen, zweifle an einem fairen Umgang von Seiten der FWM. Schlussfolgerung vom Bündnis 2012: "Solange wir erwarten müssen, dass der Gesprächstermin von Ihnen für Ihre Interessen in einem anderen Licht dargestellt werden könnte, kann aus unserer Sicht kein unvoreingenommener und ehrlicher Austausch stattfinden."

Die FWM halten die Begründung für "doch ziemlich konstruiert", so Sprecherin Karin Keil. Die Freien Wähler seien im Unterschied zum Bündnis bei sechs verschiedenen Osterfeuern gewesen und hätten dies als Anlass genommen, mit ihren Mitgliedern, aber auch den Bürgern in entspannter Atmosphäre zu plaudern, erläutert Keil. "Entgegen der Darstellung des Bündnisses und auch den Kommentaren im Internet gab es Gespräche mit den Bürgern, die unter den argwöhnischen Blicken einiger Beobachter entsprechend diskret gestaltet wurden", erzählt sie.

Schon die Idee, das Göhrenzer Osterfeuer zu besuchen, sei eine Art kleiner Brückenschlag gewesen, meint Keil. Die FWM hätten sich gewünscht, dass die Veranstalter die symbolische Geste verstanden und erkannt hätten, dass dieser Besuch einem weiteren Gesprächsangebot gleich kommt. Er habe das sehr wohl so gesehen und mit Keil auch ein Gespräch gleich nach Ostern vereinbart, erwidert Ebel-Geißler. Nach dem Lesen des Internet-Beitrags habe er sich aber gefragt, ob Spiske in einer anderen Welt lebe oder eine andere Wahrnehmung habe. "Da war dann das Vertrauen nicht mehr da!", erklärt er sein Umschwenken.

Keil meint: "Es ist für alle eine schwierige Situation." Sie hätten ja nicht geschrieben, dass die Osterfeuer-Besucher Schlange gestanden hätten, um mit ihrem gewählten Bürgermeister zu reden. "Aber es hat Gespräche gegeben", versichert sie. Keil hofft dennoch auf ein Treffen mit dem Bündnis. "Miteinander ins Gespräch zu kommen ist schließlich der Schlüssel für jedwede Lösung." Ebel-Geißler will das nicht ausschließen. "Der Brief stellt keine generelle Absage dar."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2013

Jörg ter Vehn

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