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Markranstädt Großlehna: Warten auf Lärmkartierung der Bahn
Region Markranstädt Großlehna: Warten auf Lärmkartierung der Bahn
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13:56 19.05.2015
Laut: Auf den Gleisen in Großlehna rollen künftig mehr Güterzüge. Quelle: André Kempner

Wie andere vom Krach Betroffene hatte Schmit in der Vergangenheit Hoffnung in den Lärmaktionsplan gesetzt, den die Kommune laut EU-Recht erarbeiten muss. Nach sechs Jahren Warten auf die Daten vom Eisenbahnbundesamt hat er jetzt im Verwaltungsausschuss der Stadt nachgehakt. Die Antwort befriedet ihn kaum.

Die Kartierung werde bis zum Jahresende 2014 abgeschlossen sein, teilte das Rathaus mit. Im nächsten Jahr würden die Zahlen dann veröffentlicht. Der Haken: "Künftig werden die Gemeinden jedoch auf die Strecken an sich keinen Einfluss ausüben können, da durch eine Gesetzesänderung ab 2015 die Zuständigkeit für die Lärmaktionsplanung zu den Bahnstrecken von den Gemeinden auf das Eisenbahnbundesamt übergeht", so die Stadt. Das Eisenbahnamt beabsichtige die Aufstellung eines bundesweiten Lärmaktionsplans.

Zwar werde im nächsten Jahr durch die Eröffnung der Neubaustrecke Leipzig-Erfurt wohl viel Personenverkehr von der Linie Leipzig-Großkorbetha und damit aus Großlehna verschwinden, so Schmit. Aber die Bahn habe bereits angekündigt, die Linie dann für mehr Güterverkehr nutzen zu wollen. "In Großkorbetha liegt der Bahnhof für die dortige Chemieindustrie", gibt er zu bedenken und: "gerade leere Kesselwagen sind sehr laut". Im Flächennutzungsplan habe Markranstädt eigens an der Bahn in Großlehna schon Lärmschutz eingeplant. Nach sechs Jahren Arbeit am Thema, findet er, könne er eine Antwort erwarten, wohin die Reise gehe in Sachen Bahnlärm, wann der Schutz komme.

Die Stadt versicherte, auch bei geänderten Zuständigkeiten dranbleiben zu wollen, um "für die Anlieger an der Bahnstrecke eine Verbesserung hinsichtlich der aktuellen Lärmsituation zu erreichen".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.10.2014
Jörg ter Vehn

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