Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Grünes Licht für gleich mehrere Bauvorhaben in Markranstädt

Stadtrat Grünes Licht für gleich mehrere Bauvorhaben in Markranstädt

Protonentherapiezentrum, Gymnasium-Zusatzbau, Karlstraßen-Umbau – eine Reihe von wichtigen Entscheidungen traf der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend.

Die Karlstraße mitten in Markranstädt soll nach vielen Jahren des Wartens voraussichtlich im nächsten Jahr ausgebaut werden

Quelle: Andre Kempner

Markranstädt. Protonentherapiezentrum, Gymnasium-Zusatzbau, Karlstraßen-Umbau – eine Reihe von wichtigen Entscheidungen traf der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend:

– Ausgerechnet das eigentlich kleinste Thema – der Bau einer öffentlichen Toilette am Westufer des Kulkwitzer Sees – beschäftigt den Stadtrat seit Jahren. Aktuell will die Stadt rund 25 000 Fördergeld an den Kreis zurückgeben, um von der Landesdirektion rund 170 000 Euro für ein größeres WC-Ensemble mit jeweils einem Örtchen für Damen, Herren und Behinderte samt einer Umkleide beantragen zu können. Am Kopf der Treppenanlage für den barrierefreien Einstieg zum See soll 2018/2019 gebaut werden. Kosten: rund 200 000 Euro. Eddy Donat (FWM) brachte gutgemeint, aber unfreiwillig komisch den Vorschlag ein, angesichts der gestiegenen Kosten doch mehr daraus zu machen. Er empfahl Verknüpfungen zum städtischen Programm „Spuren suchen“, auch könne man einen „Erlebnisort“ daraus machen. Selbst Parteifreund und Bürgermeister Jens Spiske konnte sich da ein Lächeln nicht verkneifen. Mike Schärschmidt (CDU) mahnte jedoch angesichts der Planungen seit Jahren nun endlich „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Bei zwei Enthaltungen wurde einmütig zugestimmt. Fragen wie von Monika Rau (FWM) zum Betrieb und den Kosten dafür blieben offen.

– Die Karlstraße soll nach langem Verzug nun voraussichtlich 2018 zwischen Leipziger Straße und „An der Schachtbahn“ auf einer Länge von 420 Metern ausgebaut werden. Erste Arbeiten der KWL sollen schon dieses Jahr beginnen. Einmütig wurde zugestimmt, die 16 vorhandenen Straßenbäume zu fällen, 23 neue dafür zu pflanzen. Der Technische Ausschuss hatte im letzten Moment noch zwei weitere durchgesetzt, dafür auf einen Pkw-Stellplatz verzichtet. Kosten für den Bau: rund 1,5 Millionen Euro. Die Stadt hatte den Ausbau seit der Vorplanung in 2005 immer wieder vor sich hergeschoben.

– Für rund 1,4 Millionen Euro, rund 240 000 Euro mehr als anfangs geplant, entstehen auf der Freifläche an der August-Bebel-Halle an der Parkstraße vier neue Klassenräume fürs Gymnasium. Einstimmig wurde der Baubeschluss gefasst. Verwunderung herrschte bei den Stadträten wie etwa Heike Kunzemann (Linke), dass die Mehrkosten damit gedeckt werden sollen, indem das kreiseigene Kell-Gebäude, in dem sich auch das Stadtarchiv befindet, nun nicht mehr gekauft werden soll. Einen Beschluss oder eine Info dazu vermisste Kunzemann. Die Erste Beigeordnete Beate Lehmann erläuterte, ein Chemie-Großhändler aus Bad Dürrenberg erwerbe das Haus für seine Verwaltung. Die Stadt dürfe günstig weitermieten, verspreche sich von der Ansiedlung auch Gewerbesteuern.

– Einstimmig votierten die Stadträte für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Protonentherapiezentrum in der Ranstädter Mark (die LVZ berichtete). Die Unterlagen für das 250-Millionen-Euro-Projekt sollen den Sommer über zur Einsicht für jedermann ausliegen. Ziel sei es, am 5. Oktober über die Einwände und Anregungen von Bürgern und den Trägern öffentlicher Belange abzuwägen, hieß es. Mitte Oktober könne dann Planungsrecht vorliegen, ab Mai gebaut werden.

– Der Rewe-Markt an der Leipziger Straße soll komplett abgerissen, größer und schöner neu gebaut werden. Die Stadträte votierten bei einer Nein-Stimme dafür, den dazugehörigen Bebauungsplan „Alte Zuckerfabrik“ anzufassen. Eine Bauzeit von einem Jahr ist im Gespräch, der Markt werde von 1300 auf 1800 Quadratmeter vergrößert, heißt es in den Unterlagen. Wo ein Interim die Kundschaft versorgen könnte, sei noch unklar, so Spiske. Eine Möglichkeit sei das neue Wohngebiet am See.

– Der Spezialpalettenbauer HVP will seinen Betriebsstandort in der ehemaligen LPG-Anlage in der Ranstädter Mark langfristig sichern und ausbauen. Die Stadträte waren einstimmig dafür, auf Kosten des Investors einen B-Pan „Zu den Windmühlen – Teil 1“ aufzustellen. Der soll auch die schwierige Erschließung der dortigen Grundstücke entflechten.

Von Jörg ter Vehn

Markranstädt 51.301556900234 12.220245835443
Markranstädt
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Markranstädt
  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus unserer Region. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr