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Markranstädt Grundschulhof in Markranstädt wird für mehr Schüler ertüchtigt
Region Markranstädt Grundschulhof in Markranstädt wird für mehr Schüler ertüchtigt
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08:00 25.08.2016
Unter dem Baumhaus-Hort wird ein Fallschutzbelag aufgebracht, zudem ein Sandkasten fest installiert: Im Herbst wird auf dem Grundschul-Freigelände gebaut. Quelle: Foto: André Kempner
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Markranstädt

In den nächsten beiden Monaten wird der Hof der Grundschule Markranstädt umgekrempelt. Grund sind Auflagen des Landesjugendamtes.

Im Technischen Ausschuss am Montagabend stellte Hartmut Kauschke vom Bauamt der Stadt die Maßnahmen vor. Im Wesentlichen werde der Bereich unter dem Baumhaus-Hort mit einem Fallschutzbelag befestigt. Dort entstehe zudem ein teils überdachter und damit auch sonnengeschützer Sandkasten. Die Umgebung der Sprunggrube und der Spielgeräte werde mit Pflaster eingefasst, der Bolzplatz mit einem durchgehenden Belag ausgestattet. Die Bepflanzungen sollen laut Planung der Stadt zudem ergänzt werden.

Die Maßnahmen, zu denen auch eine Regenentwässerung des Baumhauses zählt (die LVZ berichtete), seien nötig „zum Erhalt der Betriebserlaubnis für die Hortbetreuung im Ganztagesangebot in der Grundschule und im Baumhaus“, heißt es in der Vorlage des Rathauses zur Vergabe der Bauleistungen.

„Wenn das jetzt alles für die Betriebserlaubnis nötig ist, wieso haben wir es dann damals anders gebaut und die Genehmigung erhalten?“, fragte Stadträtin Rosel Glöckner (SPD). Die Maßnahmen seien mit dem Landesjugendamt abgestimmt, erläuterte Kauschke. Die Auflagen der Behörde könnten sich eben über die Jahre ändern. Außerdem würden in diesem Jahr erneut mehr Kinder eingeschult und würden die Hortbetreuung nutzen als beim Bau geplant, gab er zu bedenken. Wie berichtet, hatten auch die Horterzieher einen Vorteil darin gesehen, wenn das Außengelände das ganze Jahr über genutzt werden kann, weniger Staub und Schmutz von draußen mit in die Gruppenräume gelangt.

Stadtrat Michael Unverricht (CDU) fragte, wieso denn eine Regenentwässerung für das Baumhaus angebracht werde. Kauschke erläuterte, die Maßnahme sei bereits abgeschlossen. Das Baumhaus habe ein Gründach, erinnerte er. Das nehme jedoch nicht so viel Regen auf wie gefordert, weshalb eine zusätzliche Entwässerung nötig geworden sei.

Nach einer beschränkten Ausschreibung hatten sich vier Betriebe gemeldet, die die Aufträge ausführen wollten. Die Gala Service Wurzen GmbH gab mit 81 600 Euro das günstigste Angebot ab. Stadtrat Jens Schwertfeger (CDU) nannte es „völlig unverständlich“, dass bei einer so hohen Auftragssumme nur beschränkt, also im kleinen Kreis, ausgeschrieben worden sei. Es sei ja auch keine Markranstädter Firma dabei, wollte er die Vergabepraxis kritisieren. Kauschke erwiderte, das Verfahren entspreche der Vergabeordnung der Stadt. Und Bürgermeister Jens Spiske (FWM) ergänzte, dass oftmals Markranstädter Firmen zwar eingeladen würden, ihrerseits Angebote abzugeben, dem dann aber nicht nachkommen würden. Einstimmig erging der Auftrag an die Wurzener Firma, die nun im September und Oktober die Arbeiten ausführen soll.

Ein anderes Bauvorhaben ist derweil gestoppt worden. Wie Spiske den Ausschuss informierte, habe die Naturgas Quesitz als Bauherr den Bauantrag für einen Kaminholztrocknungsanlage in Quesitz zurückgezogen. Im Ort hatte es dagegen Widerstand gegeben.

Von Jörg ter Vehn

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