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"Grundschulschiff"-Anbau in Markranstädt kann starten

"Grundschulschiff"-Anbau in Markranstädt kann starten

Gute Nachricht für Markranstädt: Der Fördermittelantrag für den Grundschulanbau ist durch. Jetzt soll möglichst rasch gebaut werden, damit die Enge in der Schule ein Ende hat.

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Schon auf der groben Skizze ist der als Bug vom neuen "Schulschiff" geplante Anbau mit etwas Fantasie gut zu erkennen.

Quelle: Thomas Näther

Markranstädt. Zweizügig war die Grundschule vor zwölf Jahren gebaut worden. Aber eigentlich seien in den letzten Jahren schon immer drei neue Klassen eingeschult worden, erzählte die zuständige Erste Beigeordnete Beate Lehmann. Wie berichtet, hatte sich die Stadt daher schon im Vorjahr dazu entschieden, einen Anbau zu planen. Ende August 2013 ging der Fördermittelantrag dazu nach Dresden. Jetzt kam die verbindliche Zusage: 40 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal also 333 000 Euro, stelle das Land in Aussicht, so Lehmann gestern. Insgesamt seien für den Bau rund 960 000 Euro im diesjährigen Etat veranschlagt.

Wermutstropfen: Die Ausstattung der neuen Räume, geschätzte 54 000 Euro teuer, müsse die Stadt selber tagen. Aber diese Summe müsse erst im nächsten Etat berücksichtigt werden. Im aktuellen seien die reinen Baukosten enthalten, wofür Markranstädt seine komplette investive Schlüsselzuweisung in Höhe von 461 000 Euro einsetze, erklärte sie.

Daher soll es jetzt auch schnell gehen. Sobald die Ausführungsplanung steht, könne ausgeschrieben werden, meinte Lehmann. "Unsere Zielstellung ist, mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2014/2015 nach den Winterferien den Anbau nutzen zu können", sagte sie. Ein ehrgeiziges Unterfangen, angesichts von Ausschreibungsfristen, Einspruchsmöglichkeiten und den Fragen zum Wetter auf dem Bau.

Ein Projektteam unter Mitwirkung von Schul- und Hortleitung, Schulträger und dem Hausmeister soll intensiv in Planung und Ausführung eingebunden werden. "Dadurch wollen wir sicherstellen, dass die zweifelsfrei entstehenden Belastungen durch den Bau für den Schulbetrieb auf das Mindestmaß reduziert werden können", so Lehmann.

Entschädigt werden die Schüler mit mehr Platz - und einem riesigen Schiff, das künftig ihre Schule darstellt. Denn nach der Idee von Architekt Thomas Näther soll der bestehende (Schulschiff-)Baukörper mit dem Anbau einen Bug erhalten. Im Erdgeschoss werde es das größte Klassenzimmer geben, so Lehmann. Von der Mediathek aus ließen sich Richtung Bug große Türflügel öffnen, "die bei schönem Wetter zulassen, dass der Unterricht nach draußen verlegt wird", erzählte sie. Schiffsutensilien wie Steuerrad, Anker, Seile und mehr ließen der Fantasie freien Lauf. In die Gestaltung sollten die Schüler schon während des Baus eingebunden werden, versprach sie.

Ein Klassenzimmer als Schiffsbrücke überspannt einen Teil des offenbaren Bereichs, im Obergeschoss befinden sich zwei weitere Unterrichtsräume und ein Gruppenraum, im Erdgeschoss sind ein Aufenthaltsraum für die Erzieher und ein Lagerraum vorgesehen. Die Verbindung von Alt- und Neubau schafft im Hof eine überdachte Freifläche - zusammen mit dem Areal unter dem Baumhaus-Hort Platz, um auch bei nicht so schönem Wetter draußen seine Pause verbringen zu können.

Bei der Vorstellung habe das Projekt "Schulschiff" im Kreise von Lehrern, Horterziehern und Elternvertretern begeisterte Resonanz gefunden, erzählt Lehmann. Mit den Schülern werde nun auch nach einem Namen gesucht. Dann werde es auch eine richtige Schiffstaufe geben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.05.2014
Jörg ter Vehn

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