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Markranstädt Gut ein Jahr nach dem Amtsantritt: Spiske gibt Rathausschlüssel wieder ab
Region Markranstädt Gut ein Jahr nach dem Amtsantritt: Spiske gibt Rathausschlüssel wieder ab
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13:50 19.05.2015

Die symbolische Schlüsselübergabe, sonst ein lustiges Treiben, geriet allerdings etwas nordisch-steif.

Am Markranstädter Carnevals Club (MCC), der dieses Jahr in seine 55. Session startet, lag's nicht. Bunt kostümiert zogen die Narren mit dem Prinzenpaar Andrea IV (Rudolph) und Micha IV (Nörenberg) im MAF-Oldtimer an der Spitze auf den Markt, verbreiteten "De Goldgählschen" und die Glut-Disco von Gerald Ludwig gute Laune. Rund 400 Markranstädter, darunter mehrere Kita-Gruppen, lauschten gebannt und warteten auf den üblichen kleinen Wettstreit zwischen Stadt und Karnevalisten um den Schlüssel.

Spiske kündigte an, er werde nicht kampflos aufgeben. "Schließlich gibt es Leute in der Stadt, die sagen, der größte Narr sei bereits im Vorjahr am 21. 11.eingezogen", sagte er in Anspielung auf seinen Amtsantritt. Lachen mochte keiner über den wie auch immer gemeinten Satz. Hofmarschall Thomas Koch beeilte sich zu sagen, "wir waren es nicht!" Spiske darauf: "Das habe ich ja auch nicht gesagt."

Derart dümpelten die "Späßchen" zwischen Spiske und den Karnevalisten weiter, bis die Spiele begannen. Beim Torwandschießen siegte Narr Johnny über Daniel Donow vom Bürgerservice des Rathauses. Spiske (spaßig?) zu ihm: "Beim Abheften sind sie besser." Die Tischtennisbälle konnten die närrischen Damen auch schneller mit einem Trinkhalm umschichten als Franca Brügmann von der Stadt, selbst beim Quiz über die MCC- und Stadtgeschichte siegten sie. Nur bei den Karnevalsliedern konnten die städtischen Narren mithalten. Hier erkannte Spiske ein Lied, holte einen Ehrenpunkt fürs Rathaus.

Das Geburtstagsgeschenk der Stadt musste sich der MCC danach erarbeiten: Es galt, aus einem der mit Konfetti gefüllten 55 Ballons mit einer Nadel den herauszufinden, der einen Papp-Taler im Wert von 55 mal 5 Euro in sich trug. MCC-Präsident Uwe Heydel versprach, mit der Schlüsselgewalt nun bis Aschermittwoch ein "paar kleine Änderungen" im Rathaus vorzunehmen. Spiske: "Mal sehen, wie es läuft. Aber an die Stadtkasse lass ich Euch nicht!" Zum Abschluss gab's Schunkelmusik und die Polonaise mit Besuchern über den Markt. Wie immer, nur irgendwie etwas steifer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.11.2014
Jörg ter Vehn

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