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Markranstädt Heiße Sprünge unterm Gefrierpunkt
Region Markranstädt Heiße Sprünge unterm Gefrierpunkt
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08:00 12.12.2012
Heiße Sprünge bei Minusgraden: Skateboarder und BMX-Fahrer trotzten am Dienstagabend den Temperaturen und kamen zur Eröffnung der umgesetzten Mini-Rampe ins Jugendbegegnungszentrum nach Markranstädt. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Bis kurz vorm Start hatten Christian Andrae und seine Helfer noch an dem hölzernen Gerüst geschraubt, zuletzt noch ein paar Geländer angebracht. Wie berichtet, war die Anlage vom Eingangsbereich des Jugendclubs rund 200 Meter umgezogen in den hinteren Bereich. Grund war die Klage eines Nachbarn. „Die Anlage war im Juni gerade mal eine Woche in Betrieb gewesen, da musste sie gesperrt werden. Die Jugendlichen waren echt frustriert“, erzählte Andreas Lüer vom Verein Richtungswechsel.

Ganz schön kalt: Victoria, Melissa, Lisa, Johannes und Christian (v.l.) wärmen sich am Feuerfass. Quelle: André Kempner

Mit ordentlicher Baugenehmigung steht sie nun deutlich weiter weg vom Kläger. „Die Stadt hat uns dafür extra eine kleine Fläche zur Verfügung gestellt“, freute sich Lüer. Nach LVZ-Informationen soll der Nachbar jedoch auch gegen den neuen Standort schon wieder geklagt haben.

Den jungen Leuten war das am Dienstagabend erstmal egal. Aus dem Disco-Wagen eines Sportbrause-Sponsors kam „coole“ Musik, die Bar hatte „heiße“ Getränke – und die Artisten zeigten ihre Sprünge. Tobi war aus Dessau angereist, Martin und Paul kamen aus Halle vorbei. „Es ist immer toll, wenn irgendwo eine neue Bahn eingeweiht wird“, sagte Martin, auch schon 24 Jahre alt.

Coole Stunts zeigen die jungen Leute zur Eröffnung der Anlage. Quelle: André Kempner

„Eine richtige Szene gibt es in Markranstädt noch nicht“, meinte Dominik, 17, aus Markranstädt. Zusammen mit Matthias hatte er beim Aufbau geholfen, will nun die 1,60 Meter hohe Mini-Rampe mehr nutzen, wie etwa 20 andere Jugendliche aus der Stadt am See. „Unser Ziel ist es, jetzt erstmal anzufangen und zum Beispiel bei Workshops Wissen zu vermitteln“, erzählte Organisator Andrae, mit 34 Jahren dienstältester Skater. Am ersten Contest zur Eröffnung nahmen denn auch gleich 20 Skateboarder und BMX-Fahrer teil. Über Sponsoren und einen Button-Verkauf seien 200 Euro für Unicef zusammengekommen, so Andrae. „Wir wollten eine kleine, coole Aktion zum Start. Das ist uns gelungen.“

Jörg ter Vehn

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