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Markranstädt Hell, leicht und modern
Region Markranstädt Hell, leicht und modern
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17:50 16.01.2012
Die Besucher bestaunen die moderne Tafel in einem der neuen Klassenräume im Anbau am Schulkomplex. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Durch die Räume führten Bauamtsleiterin Uta Richter und ihre Mitarbeiter, aber auch die Rathauschefin ließ sich die Chance, den Bürgern ihre Vision zu erläutern, nicht entgehen.

„Am Anfang stand die Phase Null, in der sich Schüler, Lehrer, Planer und wir zusammengesetzt und Ideen gesammelt haben, was für die Gestaltung wichtig wäre“, blickte Richter zurück. Seitdem sind drei Jahre vergangen, bereits rund 2,5 Millionen Euro verbaut worden und ein Anbau mit insgesamt zwölf neuen Räumen und das Kuk in Form eines Flügels entstanden. Hier können Schulveranstaltungen stattfinden, die Schüler aber auch ihre Mahlzeiten einnehmen.

„Wir wollten die Ernsthaftigkeit ein wenig herausnehmen“, erklärte Richter. „Mit dem Altbau identifizieren sich zwar alle, er hat aber auch etwas von einer Kaserne. Unser Ziel war es, mit dem Anbau einen Ort zu schaffen, an dem man sich nicht bedrückt fühlt.“ Dazu gehören große Fenster und lichte Räume. Aber auch eine bunte Beleuchtung in den Fluren. Grüne, weiße und rosa Lampen hängen da, kreuz und quer. „In jedem Geschoss sind andere, lustige Farben“, so Richter.

Die neue Holzpelletheizung ermöglicht ein getrenntes Heizen von Neu- und Altbau und auch eine getrennte Abrechnung. Einen Haken hat die energetische Gestaltung dann doch, wie Richter zugab und scherzte: „Wenn die Schüler zu ruhig sind, kann schon mal das Licht ausgehen.“ Denn ein Helligkeitsregler passt nicht nur die Beleuchtung den natürlichen Lichtverhältnissen an, ein eingebauter Bewegungsmelder schaltet auch das Licht ab, wenn es vergessen worden ist.

Moderne Ausstattung auch in den Räumen: Interaktive Tafeln ermöglichen den Lehrer ebenso das Schreiben, als auch Internet-Seiten an die weiße Fläche zu projizieren. Bisher sind diese jedoch aus Kostengründen erst in zwei Räumen zu finden, denn sie schlagen jeweils mit rund 3000 Euro zu Buche. Die Stühle auf Rollen sollen den Wechsel zwischen verschiedenen Unterrichtsformen, wie dem Frontalunterricht und der Gruppenarbeit, unkompliziert ermöglichen.

„Wir haben uns überlegt, dass es sinnvoll ist, dass die Fachkabinette, zum Beispiel für Physik, von Mittelschule und Gymnasium gemeinsam genutzt werden“, erklärte Richter. So sind bereits die Sekretariate der beiden Schulen zu einer zentralen Einrichtung zusammengelegt worden. In einigen Räumen laden Sofas zum Verweilen ein: Sie sind für die Ganztagsbetreuung vorgesehen, die die Schule bietet.

Die Resonanz auf das Gebäude bei den Besuchern war positiv: „Uns gefällt es so gut, dass wir sogar aus Sachsen-Anhalt kommen“, scherzte Uta Lebin-Kretzschmar, deren Tochter aus Lützen für den Schulbesuch ins nahe Markranstädt fährt. „Aber im Ernst: Wir haben uns gefreut, hier mit offenen Armen aufgenommen worden zu sein und der Anbau ist auch sehr schön geworden“, sagte die Mutter. Silke Herrmann hat zwar keine Kinder mehr an der Schule, dafür nutzte sie aber die Chance, sich selbst noch einmal so zu fühlen und setzte sich auf einen der Stühle. „Kippeln geht ja gar nicht mehr“, stellte sie fest und zog ebenfalls ein positives Resümee: „Die Räume sind sehr hell und modern geworden, hier möchte man gern zur Schule gehen.“

Kerstin Leppich

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