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Markranstädt Herausforderung Wahlkreis abklappern
Region Markranstädt Herausforderung Wahlkreis abklappern
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15:56 19.05.2015
Auf Tour: FDP-Kandidat Steve Görnitz (links), Landtagsabgeordnete Anja Jonas und Marko Daubitz beim Promenadenfest am Kulkwitzer See. Quelle: André Kempner

Die Stadt Markranstädt lernte der 26-jährige Rechtsreferendar stellenweise besser kennen, als ihm lieb sein dürfte. Als er Plakate von sich aufhing, kamen ihm auf der Bundesstraße Lastwagen und Autos gefährlich nahe. "Von dem wahnsinnigen Verkehr war ich wirklich überrascht", gibt er zu. Damit habe er nicht gerechnet, als er seine Zelte tageweise dort aufschlug. Beim Promenadenfest kam er dann mit Markranstädtern ins Gespräch, erfuhr von dem großen Wunsch der Bürger und der Stadtverwaltung nach einer Umgehungsstraße. "Und ich kann das gut verstehen, die Straße im Ort ist extrem viel befahren", sagt er.

Da sich der 26-Jährige wegen seines jungen Alters besonders für die Belange von Kindern und Jugendlichen in Berlin stark machen will, sollte er gewählt werden, liegt ihm das Wohl der Kinder am Herzen. Und das sieht er durch die Bundesstraße in Markranstädt gefährdet. Deshalb versprach er den Besuchern des Promenadenfestes, beim nächsten Termin mit dem Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok, auf die Umgehungsstraße zu sprechen zu kommen.

Görnitz versucht in diesen Wochen, "jeden Ort zu besuchen". Doch er will nicht sehen, was erreicht worden ist, sondern welche Aufgaben die Kommunen zukünftig bewältigen müssen. Station hat der Frohburger auch schon in Markkleeberg gemacht, auch wenn noch weitere Termine folgen sollen. Dass der Bundestag in den Kommunen direkt etwas bewirken könne, hält Görnitz für ausgeschlossen. "Der Bundestag kann Rahmenbedingungen ändern, aber er kann nicht alles", macht er deutlich. Anders würde das bei der B 2 aussehen. Ein abschließendes Urteil, ob die marode Brücke über den Agra-Park durch eine neue ersetzt oder ein Tunnel gebaut werden soll, habe er noch nicht gefällt. "Bei solchen Vorhaben muss man sehen, was die Umwelt am wenigsten belastet und was kostengünstig zu realisieren ist", betont er. Letztlich würde immer der Steuerzahler für hohe Kosten aufkommen.

In den nächsten Tagen steht auch ein Besuch in Zwenkau an. "Was dort entstanden ist, ist wirklich phänomenal", hält er mit seiner Bewunderung nicht hinterm Berg. Und egal, ob Bauen am See in Zwenkau oder Markranstädt: "Die Baugesetze werden in Berlin gemacht, gerade bei solchen Themen kann ich die hiesigen Erfahrungen einbringen", sagt der Jurist. Über mögliche Probleme in Zwenkau und Großpösna wolle er sich in den nächsten Wochen noch vor Ort informieren.

Was er noch ändern will, und das betrifft letztlich alle Lebensbereiche in allen Kommunen: "Gesetze müssen vereinfacht werden, dann wird auch das Leben vieler Bürger einfacher." Als Beispiel sei die Steuererklärung genannt. Um mehr Geld in die Kassen der Wahlkreisgemeinden zu spülen, sei noch etwas machbar: Die Abschaffung der Branntweinmonopolbehörde. Das Monopol ende in vier Jahren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.09.2013

Julia Tonne

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