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Höher gelegen und günstiger: SSV Kulkwitz will mit Platz umziehen

Höher gelegen und günstiger: SSV Kulkwitz will mit Platz umziehen

Mit einer beeindruckenden Präsentation hat der SSV Kulkwitz auf seine dramatische Situation seit Überflutung seines Spielfeldes (die LVZ berichtete) hingewiesen, gleichzeitig den Stadträten aber auch konkrete Lösungsvorschläge unterbreitet.

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Mehr als nur feucht: Der abgesoffene Platz des SSV Kulkwitz. Der Verein sucht jetzt eine Perspektive für seine 130 Mitglieder, hat dazu ein Konzept vorgelegt.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Seit knapp zwei Jahren steht das Spielfeld des Vereins unter Wasser, ist ein Betrieb nur an Ausweichorten möglich. Die Anlage liegt im Einzugsbereich der neuen Gärnitzer Seen, die als Bergbaufolge in den dortigen Senken nach dem Abstellen der KWL-Pumpen seit 2010 entstand. Eine im Vorjahr begonnene Sanierung scheiterte, weil schon kurz unter der Grasnarbe Wasser unter Druck stehend austrat. Die Stadt sterbt einen ganzheitliche Lösung des Wasserproblems an mit einem Graben Richtung Thronitz an, wann die jedoch umgesetzt wird, ist derzeit offen. Der Platz des SSV Kulkwitz soll zudem um etwa 80 Zentimeter angehoben werden, um ihn aus dem Wasser herauszubekommen. Wann das geschehen kann ist ebenso unklar.

Insgesamt sieben Mannschaften mit 130 aktiven Mitgliedern, darunter 43 Kinder, warten jedoch auf Antworten. Spieler würden schon von anderen Vereins abgeworben, Spieltermine mit Gästemannschaften seien immer schwieriger zu finden, der Mehraufwand für die ehrenamtlichen Trainer des SSV Kulkwitz sei enorm, stellen Präsident Jens Doberschütz und der stellvertretende Jugendleiter Michael Bloyl klar. "Unser 95-jähriger Verein steht kurz vor der Auflösung, da ein Spiel- und Trainingsbetrieb nicht mehr realisierbar ist und ein Vereinsleben nur schwer zu leben ist", warnen sie.

Sie schlagen vor, noch im März auf dem Tennisplatz des Vereins ein Kleinfeld mit Kunstrasen aufzubauen, um kurzfristig in Kulkwitz den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen zu können. Die Genehmigung für derartige Kleinfeld für die Mannschaften bis zur E-Jugend werde erteilt. Auf dem höher gelegenene, südlich angrenzenden Areals des jetzigen öffentlichen Bolzplatzes könne bis zum Herbst ein neues Hauptspielfeld gebaut werden. Unabhängig vom Wasserpegel sei dort immer ein Spielbetrieb möglich. Dadurch könne das Auffüllen des jetzigen Hauptplatzes entfallen, müssten auch dort Tartanbahn und Sprunggrube nicht mitangehoben werden. Außerdem sei Zeit genug, in Ruhe eine ganzheitliche Lösung des Wasserproblems umzusetzen. Danach könne dann der alte Platz wieder normal hergerichtet werden.

Selbst eine Kostenschätzung legte der Verein den Stadträten vor. Darin veranschlagen Doberschütz und Bloyl für die Lösung der Stadt rund 580 000 Euro, für ihre Lösung jedoch nur 340 000 Euro, eine Ersparnis von 240 000 Euro. "Und hier sind noch keine Einsparungen durch Eigenleistungen unserer Mitglieder berücksichtigt", so die beiden. Außen vor blieb bei ihrer Betrachtung allerdings, dass die Stadt für die Sanierung des alten Sportplatzes Fördergelder bekommen hat. Inwieweit die für andere Maßnahmen in dem Zusammenhang bereit stehen, ist unklar.

Die Erste Beigeordnete Beate Lehmann versprach Doberschütz und Bloyl, das Konzept zu prüfen und den Stadträten zur Diskussion in den Ausschüssen vorzulegen. Damit ist klar, die Diskussion findet erst im Februar statt. Dabei drängt die Zeit für den SSV Kulkwitz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.02.2015
Jörg ter Vehn

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