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Hoffen für die Beyer-Orgel

Hoffen für die Beyer-Orgel

Markranstädt. Kurios: Weil nie Geld für eine Sanierung da war, gilt die Quesitzer Beyer-Orgel inzwischen als sehr wertvoll. Nun versuchen die Stadt Markranstädt und die Kirchgemeinde, auch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst davon zu überzeugen.

Es soll Geld für eine Sanierung beisteuern.

Nein, gespielt werden könne die Orgel zu Gottesdiensten derzeit nicht mehr, erzählt Pfarrer Michael Zemmrich. Dazu sei sie zu verstimmt, die Mechaniken und alles seien kaum noch zu bedienen. Gleichwohl sei das Instrument, erbaut 1820 von Christian Karl Beyer aus "Großzschocha" wie es damals hieß, sehr wertvoll. Zu diesem Schluss sei Anfang des Jahres erst wieder Dr. Horst Hodick, der Orgelsachverständige des Landesamtes für Denkmalpflege, gekommen.

Weil für den Umbau der Orgel nie Geld da war, sei sie quasi noch im Originalzustand erhalten. Und davon gebe es nicht mehr viele in Sachsen, weiß auch Kantor Frank Lehmann, der ebenfalls auf eine Sanierung drängt.

Geld war in der Kirchgemeinde nach dem Orgelbau knapp. Denn das Beyer-Instrument war als Ersatz angeschafft worden für die Orgel des ungleich berühmteren Johann Christian Immanuel Schweinefleisch. Diese wurde 1813, unmittelbar nach der Völkerschlacht in Leipzig, samt dem restlichen Inventar von den Franzosen aus dem Kircheninneren gerissen und auf dem Kirchberg als Wegweiser für die auf dem Rückzug befindlichen Truppen Napoleons abgefackelt. Der damalige Pfarrer Zedel notierte dies und mehr fein säuberlich in seinen Unterlagen, die erst vor Kurzem wiederentdeckt wurden.

Das Landratsamt habe Anfang des Jahres einen ersten Fördermittelantrag abgelehnt, so Zemmrich. Aber damals sei die Bedeutung der Orgel auch im Zusammenhang mit der Völkerschlacht noch nicht in dem Maße bekannt gewesen.

Geschätzte 111 000 Euro soll die Sanierung kosten, etwa die Hälfte wurde als Fördermittel beantragt. Eigenmittel in Höhe von 5000 Euro hat der Kreis über den Kulturraum avisiert, weitere 11 000 Euro will die Stadt dazutun und die Kirchgemeinde mit 39 000 Euro den Großteil davon selbst übernehmen. Eine Antwort aus Dresden liegt noch nicht vor.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.10.2013

Jörg ter Vehn

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