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Markranstädt Hop oder top – Thermografie zeigt energetische Schwachstellen in Markranstädt
Region Markranstädt Hop oder top – Thermografie zeigt energetische Schwachstellen in Markranstädt
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07:00 09.02.2017
Aha-Effekt beim Rundgang: Die Thermografie-Kamera legt energetische Schwachpunkte an den Fenstern am Markranstädter Rathaus offen. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Auf die Suche nach energetischen Schwachstellen an öffentlichen Gebäuden haben sich am Dienstagabend die 1. Beigeordnete Beate Lehmann, Stadträtin Ursula Schuster (Linke) und Mitglieder des European-Energy-Award-Teams in Markranstädt gemacht. Ausgerüstet mit einer Thermografie-Kamera führte Ingmar Reichert von den Seecon Ingenieuren die Gruppe.

„Rund 73 Prozent des Energieverbrauchs entfällt auf den Bereich Wärme, lediglich 23 Prozent auf Strom. Wenn es um Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz geht, sollte dies berücksichtigt werden“, machte Reichert den Teilnehmern klar. Für die Markranstädter eigentlich nichts Neues: Seit 2008 ist die Stadt im European-Energy-Award-Programm (EEA) aktiv und inzwischen schon einmal rezertifiziert worden. Dank Thermografie-Kamera wurde aber augenscheinlich, an welchem Gebäude wo, trotz aller Bemühungen um Klimaschutz und Einsparpotenziale, noch versteckt Wärme abgegeben wird.

„Zum Beispiel durch Heizkörper, die hinter ungedämmten Wänden angebracht sind“, erläuterte Reichert mit Blick auf das farbige Display. Blaue Flächen zeugten von guter Dämmung, gelbe von mittleren Wärmeverlusten, rote hingegen offenbarten dringenden Handlungsbedarf. „Besonders bei punktuellen Wärmebrücken sollte nach den Ursachen geschaut werden“, empfahl Reichert den Stadtmitarbeitern.

Begutachtet wurden am Dienstagabend beide Rathausgebäude, die Stadthalle, die Kindertagesstätte Marienheim/Storchennest, der Schulkomplex in der Parkstraße und das Feuerwehrgebäude am Promenadenring. Sehr gut sichtbar waren am Rathaus Markt 1 die Bereiche des Altbaus, die im Zuge der Sanierung gedämmt wurden, so das Dach. Aber auch, dass die Glasfront des benachbarten Bürgerrathauses wirklich aus hochwertigem Wärmeschutzglas besteht.

Was die Stadt in Sachen Klimaschutz in den letzten Monaten getan hat, können die Bürger im EEA-Jahresbericht nachlesen, der demnächst auf der Homepage eingestellt wird. Schwerpunkt 2016 sei die Mobilität gewesen, so Rathaussprecherin Heike Helbig. Wie berichtet, ist das Ordnungsamt seit Januar mit einem Stromer unterwegs. Zum Tag der erneuerbaren Energien am 29. April will die Stadt ihre Bürger zu einer Rallye einladen, so Lust aufs Umsteigen vom Auto aufs Rad machen, kündigte Helbig an.

Von Ulrike Witt

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