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„Ich kann mich nicht beklagen“

„Ich kann mich nicht beklagen“

„Wenn Markranstädter feiern, scheint die Sonne“. Die Sprecherin des Markranstädter Wirtestammtisches, Claudia Zschoch, ist am Samstagmittag in ihrem Optimismus durch nichts zu erschüttern.

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In Partylaune: Die Mitglieder des Markranstädter Carnevals Club wissen, wie man richtig feiert. Bei der 14. Großen Raupe am Samstagabend machen sie unter anderem Station am Markt.

Quelle: Andr Kempner

Markranstädt. „Die 14. Große Raupe wird ein Erfolg, da bin ich mir sicher. Was soll denn auch schief gehen? Wir sind fertig mit dem Aufbau, die Stimmung ist super, die Gäste können kommen“, meint die Chefin des Bahnhofsrestaurants. Dass das Simultankneipenfest am Rand der Messestadt wie einst das Original, der Honky Tonk, schon seit Jahren schwächelt, ist für sie kein Thema.

Am Abend dann der Test in fünf der neun beteiligten Gaststätten: Am Bahnhof ist die Besucherzahl überschaubar, die wenigen Tischreihen aber gut gefüllt. „Die erste Runde ist durch, die Leute sind super drauf“, verkündet Zschoch. Ausgelassene Party-Stimmung herrscht indes nicht. Die meisten Gäste sind mittleren Alters und nutzen den in diesem Sommer ungewohnt milden Abend für einen Plausch mit Freunden. Favorit unter den Getränken ist die „Kalte Muschi“, ein Kopfschmerz verheißender Mix aus Rotwein und Cola.

Am Markt trifft ein Shuttlebus ein. Für kurze Zeit hat der Security-Mann zu tun. Er kontrolliert die sogenannten Eintrittstools – in diesem Jahr eine Kombination aus Kuli, Lampe und Flaschenöffner im Taschenmesserformat. Mehr brauche es nicht um gut durch die Partynacht zu kommen, meint der Veranstalter. Zumal der Shuttlebus im Preis von zehn beziehungsweise zwölf Euro an der Abendkasse enthalten ist. Sabine Bode aus Grünau und ihr Mann sind trotzdem mit dem Auto gekommen. Nach drei Stationen stärken sie sich. „Früher war mehr los“, meinen Bodes, die schon zehn Mal bei der Raupe waren. Im Hintergrund fragt Marianne Rosenberg lautstark: „Ist es wahre Liebe, die niemals vergeht?“

In der „Grünen Eiche“ in Gärnitz beantworten Regina Thalmann und ihre Begleiter die Frage mit einem eindeutigen Ja. Während die Lindennaundorferin Ersttäterin ist, sind ihre Bekannten bekennende Raupe-Fans. Viel Zeit zum Trinken bleibt ihnen allerdings nicht. „Der Bus kommt. Wir müssen weiter“, rufen sie zum Abschied. Wirt Andreas Groitzsch ist zufrieden. In seinem Biergarten sind alle Tische besetzt. „Ich kann mich nicht beklagen, andere sind schlechter dran. Auch wenn mein Gefühl sagt, es wird von Jahr zu Jahr weniger.“ In Spitzenjahren gingen in einer Raupe-Nacht 500 Liter Bier über Groitzsch’s Tresen.

In den „Grünen Zweig“ an der Lützner Straße haben sich gegen 22 Uhr nur eine Handvoll Gäste verirrt. Von der Raupe ist kaum etwas zu spüren. Anders sieht das vor dem Eissalon Florenz an der Leipziger Straße aus. Dort sorgt „Schmittarando“ für Stimmung unter den Gästen. Und wer viel tanzt, der hat auch Durst, wie die Schlange an der Cocktail-Bar zeigt.

Sonntagmittag macht Zschoch im Bahnhofsrestaurant Kassensturz und strahlt. „Mehr leere Flaschen als volle und so soll es auch sein. Wenn es nach mir geht, gibt es 2012 die 15. Große Raupe in Markranstädt.“

Ulrike Witt

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