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Im Kaiserlichen Postamt residieren

Im Kaiserlichen Postamt residieren

Obwohl das Jahr nur noch zwei Wochen hat, passiert bei der Markranstädter Bau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft (MBWV) noch einiges. Wie Geschäftsführer Frank Sparschuh erklärt, wird Ende nächster Woche der Neubau in der Schulstraße 5/6 fertig.

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Wenn das frühere kaiserliche Postamt in der Eisenbahnstraße in rund zwei Jahren fertig saniert ist, hat sich die Zahl der unsanierten Gebäude der MBWV noch deutlicher verringert.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Außerdem erwarte er die Baugenehmigung für die Sanierung des früheren kaiserlichen Postamtes in diesen Tagen.

Rund 1,6 Millionen Euro hat die MBWV in den Neubau in der Schulstraße investiert. Im Januar ziehen bereits die ersten Mieter in die im Erdgeschoss untergebrachten Gewerberäume ein: eine Arztpraxis, eine Praxis für Physiotherapie und ein Sanitätshaus. Entstanden sind zudem sechs Wohnungen mit Größen zwischen 46 und 140 Quadratmetern. Ein relativ kleiner, aber dennoch notwendiger Posten war zudem die energetische Sanierung in der Nordstraße 5. Das Haus hat sowohl neue Balkone als auch Fassaden bekommen. 200 000 Euro gab die MBWV in diesem Jahr dafür aus.

In den nächsten zwei Jahren ist die Gesellschaft, eine Tochter der Stadt Markranstädt, dann vorrangig mit der Sanierung und dem Ausbau der Eisenbahnstraße 15/16 und 18 beschäftigt. Das frühere kaiserliche Postamt ist in einem ziemlich maroden Zustand, soll aber zukünftig auf vier Etagen 23 Wohnungen mit einer Gesamtgröße von 2500 Quadratmetern Wohnfläche beherbergen. Gewerberäume sind nicht vorgesehen. Das Unterfangen könnte vorrangig Familien interessieren, die auf der Suche nach großen Wohnungen sind, denn in dem seit den 90er Jahren leerstehenden Gebäude entstehen 80 bis 150 Quadratmeter große Wohnungen. "Die Nachfrage nach Drei- und Vier-Raum-Wohnungen ist in Markranstädt riesig", sagt Sparschuh, "sie übersteigt das Angebot deutlich." Doch auch bei den kleineren Wohneinheiten seien kaum noch welche von der MBWV zu bekommen. "Wir sind sozusagen voll bis oben hin", hatte es der Geschäftsführer schon bei der Stadtratssitzung in der vergangenen Woche betont. Der Zuzug in die Stadt sei in den vergangenen Monaten immens gewesen.

Wie bei den anderen Sanierungsprojekten auch, sollen die Grundrisse im Postamt so gestaltet werden, dass die Wohnbereiche zum Innenhof liegen und die funktionalen Räume wie Küche und Bad zur Eisenbahnstraße hin. Etwa 4,5 Millionen Euro werde die "denkmalschutzrechtliche Kernsanierung" kosten, erklärt Sparschuh, "doch selbst mit städtebaulichen Fördermitteln ist das Unterfangen wirtschaftlich grenzwertig", betont er. 2006 hatte die MBWV das Gebäude gekauft, auch weil es eine städtebaulich prägende Geschichte habe. Eine Herausforderung bestünde vor allem darin, dass alle Decken aus dem Gebäude raus und neue eingezogen werden müssen. "Das Haus ist wirklich in einem sehr schlechten baulichen Zustand."

Baubeginn könnte im Frühsommer 2014 sein, die Baugenehmigung noch in diesen Tagen erteilt werden. Zwei Jahre rechnet Sparschuh dann bis zur Fertigstellung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.12.2013
Julia Tonne

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