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Markranstädt In Gärnitz wird die nächste Jugendwehr von Markranstädt auf den Weg gebracht
Region Markranstädt In Gärnitz wird die nächste Jugendwehr von Markranstädt auf den Weg gebracht
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07:00 11.11.2017
Ausrüstung für die neue Jugendwehr in Gärnitz soll von der Spende der Markranstädter Firma finanziert werden. Geschäftsführerin Kirsten Geppert übergibt hier symbolisch Helm und Hose den Kameraden im Gerätehaus der FFW Gärnitz. Die Gärnitzer Jugendwehr wird die sechste in der Stadt. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Kleine Spende, große Wirkung: Am gestrigen Freitagabend ist in Gärnitz der finanzielle Grundstein für eine weitere Jugendfeuerwehr in einem Markranstädter Ortsteil gelegt worden. Die aufwendige Nachwuchsarbeit hat gute Gründe.

Die Ortsfeuerwehr Gärnitz ist die jüngste der sechs in Markranstädt mit seinen 17 Ortsteilen, ging 2015 aus den aktiven Kameraden der Wehren von Kulkwitz, Seebenisch und Albersdorf hervor. Diese wurden in Altersabteilungen umgewandelt.

„Wir sind hier in Gärnitz inzwischen 14 aktive Kameraden, hatten in diesem Jahr 20 Einsätze“, erzählt Michael Bloyl vom Ortsfeuerwehrausschuss. Und das, obwohl für die Wehrnur ein alter Robur-LO als Fahrzeug zur Verfügung steht. Eine Fahrzeugbeschaffung sei geplant, erklärt Stadtwehrleiter Thomas Haetscher. Allerdings sei vorrangiges Ziel ein neuer Hubsteiger für die Kernstadt.

Neben den technischen Fragen planen die Gärnitzer auch personell voraus. In der benachbarten Kulkwitzer Grundschule gebe es schon regelmäßige Brandschutzerziehungstage, das Interesse der Kinder an der Wehr sei geweckt, erzählt Bloyl. Zudem gebe es einige Jugendliche, die sich gern in der Feuerwehr engagieren möchten. „Wir wollen daher zum nächsten März eine Jugendfeuerwehr für alle ab acht Jahren aus Gärnitz, Kulkwitz und Seebenisch gründen“, erzählt Bloyl.

Handschuhe, Helm, Hose, Jacke, Stiefel: die Grundausstattung für Nachwuchsfeuerwehrleute. Quelle: Kempner

In den entsprechenden Gremien sei die Gründung schon durch, 2000 Flyer seien gedruckt und im Ort verteilt worden. Mit der Spende der Firma G&B Zentralheizungs- und Sanitärbau Markranstädt, die anlässlich ihrer Jubiläumsfeier 600 Euro für wohltätige Zwecke gesammelt hatte, könne ein Grundstock an Ausrüstung für die Nachwuchskameraden erworben werden, so Bloyl. Kirsten Geppert von der Firma würdigte die ehrenamtliche Arbeit, freute sich bei der Übergabe über die Verwendung der Summe für die Nachwuchsarbeit der Ortswehr.

Die Gärnitzer Jugendwehr wird die sechste in Markranstädt. Zusätzlich gibt es noch die Markranstädter Fünkchen. Die Kinderwehr hat ihren Sitz bei der Ortswehr in Döhlen/Quesitz. In die dortige Jugendwehr gingen auch einige Jugendliche aus Kulkwitz/Seebenisch/Gärnitz, erzählt Bloyl. Tatsächlich wechselte schon einer von dort in die aktive Truppe nach Gärnitz. Auf weitere „selbst gezogene Einsatzkräfte“ setzt nun die Gründung der Jugendwehr in Gärnitz.

Schaden werde die „Konkurrenz“ der Jugendwehr Döhlen/Quesitz wohl eher nicht, meint Haetscher. „Am Ende sind wir alle zusammen sowieso eine Wehr“, ist sein Credo. Und: „Wir brauchen jeden.“ Je mehr Jugendliche einbezogen würden, desto besser sei es.

Tatsächlich wird hinter den Kulissen schon die nächste Reform der Wehren vorbereitet. Der neue „Brandschutzbedarfsplan“ ist vom Rathaus als Entwurf auf den Weg gebracht worden, wird wegen geplanter Wehrzusammenlegungen bereits diskutiert. Korrekturen seien sicher noch nötig, meint Haetscher, bevor das Papier offiziell beraten werden könne. „Wir werden aber sehen, dass im Süden nicht so viel geschehen muss“, schaut er auf die junge Gärnitzer Wehr.

Von Jörg ter Vehn

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