Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Jens Spiske: Konnte zu wenig unter die Menschen gehen
Region Markranstädt Jens Spiske: Konnte zu wenig unter die Menschen gehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:24 19.05.2015
Lässt sich von seiner Angestellten zu 500 Tagen im Amt interviewen: Markranstädts Bürgermeister Jens Spiske Quelle: André Kempner

Anja Landmann, im Vorjahr von Spiske persönlich eingestellt, um die Pressearbeit nach seinen Vorstellungen zu lenken, versandte das von ihr geführte Interview als offizielle Pressemitteilung der Stadt.

Darin ist gleich zu Anfang zu lesen, dass Spiske die 500 Tage im Amt gar nicht so lange vorkämen, dass er schon wenige Tage nach dem Amtsantritt mit schwierigen Fragen konfrontiert war und ihm seine Amtsvorgängerin "keinerlei Informationen zu längerfristigen Projekten" überlassen habe. Wie berichtet, hatte wegen einer Klage auch die Erste Beigeordnete Beate Lehmann fast ein Jahr die Geschäfte geführt. Deren Arbeit lobt Spiske.

Der geneigte Leser erfährt von "schlaflosen Nächten" des Bürgermeisters angesichts der geplanten millionenschweren Sanierung des Kaiserlichen Postamtes, der Einigung beim Sportcenter, dem Umbau der Leipziger Straße und der Kita-Standort-Suche. Bei diesem Thema greift er erneut die Postkartenaktion von Linken, SPD und seiner Fraktion, den Freien Wählern, als "tendenziös" an. "Hier ging es nicht um den Austausch sachlicher Argumente, sondern um Meinungsmache", meint er.

Etwas Asche rieselt auch aufs Haupt des Stadtchefs. "Ich bedaure, dass ich in meinem ersten Amtsjahr zu wenig unter die Menschen gehen konnte", schreibt er. Und: "Jetzt bekomme ich langsam den Kopf frei, um mich kreativ auch mit den Themen Transparenz und Bürgernähe auseinanderzusetzen." So kündigt er unter anderem Bürgermeistersprechstunden auch in den Ortsteilen an.

Die Antworten enthalten sonst nichts Neues, enthalten auch keine bislang unbekannten Details. Außer vielleicht die letzte Frage: "Haben Sie je einen Tag im Bürgermeisteramt bereut?" Antwort: "Nein, keinen einzigen", diktierte Spiske seiner Mitarbeiterin in den Block.

Kaiserliches Postamt:

Umbau dauert länger

Markranstädt. Also doch: Der Umbau des ehemaligen Kaiserlichen Postamtes nahe dem Bahnhof wird deutlich später fertig als bislang angekündigt. Das räumt die Markranstädter Bau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft jetzt im Amtsblatt der Stadt ein, spricht nun von "Mitte 2016" statt vom Dezember 2015, begründet dies mit Mängeln bei der Bausubstanz. Seit März hatte die LVZ wegen offensichtlicher Probleme beim Bau Fragen an die städtische Firma und den Bürgermeister gestellt. Diese wurden als "Betriebsgeheimnis" bewertet, weder von Spiske noch der MBWV beantwortet. Kosten soll der Bau laut Amtsblatt 4,4 Millionen Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.04.2015
Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

"Das Seebenischer Open Air wird volljährig", verkündet Rainer Küster vom Kultur- und Faschingsverein (KFV) Seebenisch. Zum 18. Mal würden in diesem Jahr ambitionierte und namhafte Bands die Bühne an der Alten Gärtnerei entern. Und was gab es da

13.04.2015

Mit einem kleinen Fest im Jugendbegegnungszentrum am Bad ist am Freitagabend nach drei Wochen der diesjährige Austausch mit den ecuadorianischen Gastschülern zu Ende gegangen.

19.05.2015

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_40723]Markranstädt. Die Sportkegler der Stadt sind nach einem Aufstiegsmarathon in der nächsten Saison erstklassig. Von ihrer Anlage in der Weststraße kann man das jedoch nicht behaupten.

19.05.2015
Anzeige