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Johannes Felke - mit Leidenschaft für andere da

Johannes Felke - mit Leidenschaft für andere da

MARKRANSTÄDT. "Es ist eine schöne Aufgabe für andere da zu sein", sagt Johannes Felke und nennt die feierlichen Gottesdienste, die Taufen oder Trauungen die er in den vergangenen Jahrzehnten als Geistlicher begleiten durfte.

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Johannes Felke ist seit 1982 als Seelsorger in Markranstädt tätig.

Quelle: André Kempner

"Hier, in der Kirchgemeinde Markranstädt gibt es eine große Verbundenheit zwischen den Menschen."

Sie war zu erleben, als am Sonntag ein seltenes Fest in der katholischen Gemeinde Markranstädt gefeiert wurde: Pfarrer Johannes Felke beging sein diamantenes Priesterjubiläum. Im Rahmen einer heiligen Messe würdigten Generalvikar Andreas Kutschke als Stellvertreter des Bischofs und Pfarrer Eberhard Thieme von St. Martin Grünau die Arbeit des Priesters. Auch viele Markranstädter waren gekommen, um Johannes Felke zu ehren und mitzufeiern.

"Er versteht sein Wirken nicht als Job, sondern als Lebensprägung, die er mit viel Hingabe, Leidenschaft und Engagement in den Dienst der Gemeinde stellt", betonte Enrico Deinert. "Unser Pfarrer ist durch seine offene, freundliche Art überall gern gesehen", weiß der Markranstädter vom Seelsorgerat der Gemeinde. Das betreffe auch die Kontakte zum Rathaus oder zur evangelischen Kirche in Markranstädt. "Man muss freundlich zu den Leuten sein", ergänzte der so Gelobte, "ein Lächeln für sie haben und Vertrauen schaffen." Eines seiner Vorbilder sei das gute Miteinander aller Generationen in der großen katholischen Gemeinde Breslaus vor dem Zweiten Weltkrieg.

"Das hat mich geprägt", betonte der gebürtige Breslauer, der früh den Vater verlor, bei seiner Mutter und den Großeltern aufwuchs und mit zehn Jahren Messdiener wurde. Mit nicht einmal 17 Jahren wurde der junge Mann zur Wehrmacht eingezogen, überlebte den Krieg, verdiente seinen Unterhalt zunächst als Hilfsarbeiter, bis er sein angefangenes Abitur abschließen konnte und ein Theologiestudium begann.

Am 1. August 1954 wurde der Pfarrer in Neuzelle an der Oder zum Priester geweiht. Seine beruflichen Stationen waren danach Dresden, Greiz, Penig oder auch Bautzen: "Es war überall schön", so der 85-Jährige, der nun schon seit 1982 in der katholischen Kirchgemeinde Markranstädt wirkt. Zu seinen unvergesslichen Erlebnissen gehören die Festlichkeiten, die 1996 anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Kirche "Maria, Hilfe der Christen" in Markranstädt begangen wurden.

Eigentlich ist der Katholik mit 80 Jahren in den Ruhestand getreten - "aber solange ich kann, werde ich die seelsorgerische Arbeit weiter übernehmen", versicherte er. Dazu gehören auch Besuche in Altenpflegeheimen oder bei kranken Menschen. Gerufen wird Johannes Felke auch, wenn Markranstädter im Sterben liegen. "Sie sind dankbar, in dieser Situation nicht allein zu sein und spüren: Ich bin da", so Priester Johannes Felke.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.08.2014
Ingrid Hildebrandt

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