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Markranstädt Veronika Werner: „Wir kehren noch durch und übergeben den Schlüssel“
Region Markranstädt Veronika Werner: „Wir kehren noch durch und übergeben den Schlüssel“
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00:31 21.12.2015
Weihnachtsfeier im Jugendclub Markranstädt: Josy. Steffi, Veronika Werner, Marvin, Melanie und Dajana (v.l.) wissen noch nicht, wie es 2016 weitergeht. Quelle: Andre Kempner
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Markranstädt

Keine schöne Bescherung für Veronika Werner, Leiterin des Jugendbegegnungszentrums (JBZ) am Bad: Bei der letzten gemeinsamen Adventsfeier mit ihren Schützlingen und Sozialpädagogin Stefanie Kirsch vor dem Trägerwechsel steht sie vor einer ungewissen Zukunft.

Der Verein Richtungswechsel verkündete schon Mitte des Jahres, das JBZ als auch den Jugendclub in Großlehna nicht mehr weiterbetreiben zu wollen (die LVZ berichtete). Mit dem Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland (CJD) fand sich zwar ein Nachfolger, die Vergabe der Leiterstellen von Werner als auch von Susann Hentschel in Großlehna ist aber noch nicht entschieden.

„Wir sind erstmal raus“, bedauert Werner. „Wir haben uns beide beworben, aber bis auf die Bestätigung über den Eingang unserer Schreiben haben wir nichts gehört. Traurig, dass ich nach fünf Jahren nicht mehr hier sein darf.“ Letzte Gespräche mit potenziellen Nachfolgern fanden, erklärt Stojan Dimitrov, Fachbereichsleiter für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe beim CJD, gestern statt. Mit Entscheidungen dürfe zeitnah gerechnet werden.

Rundum wohl gefühlt hat sich bisher Celine Reh (14). Das erste Mal kam sie mit einer Freundin, die familiäre Probleme hatte. „Wir haben sofort ein offenes Ohr gefunden und sind hängen geblieben. Hier ist immer etwas los“, erzählt sie. „Es wäre schön, wenn der neue Träger mit uns gesprochen hätte. Die waren zwar schon hier, haben sich aber nur das Ambiente angesehen“, fügt sie hinzu.

Das CJD hat klare Vorstellungen über die Angebotspalette, die sich auf Kinder und Jugendliche von zehn bis 18 Jahren konzentrieren soll. Melanie Jeschik (27) mit ihrer dreijährigen Tochter Dajana, die mit den anderen Kindern durchs Gelände tobt, packt gerne mit an und holt sich in Gesprächen viele Tipps. Sie beide fallen nun aus dem Raster. „Unser nächstes Kind kommt im April, es wäre schön, mir weiterhin von Älteren Ratschläge holen zu können.“ Die Befürchtung, dass sie nicht mehr willkommen sei, entkräftigt Dimitrov. „Wir haben nach Absprache mit der Stadt eine Fokussierung unseres Programms vorgenommen, weil es schwierig ist, eine Bandbreite für alle Altersgruppen anzubieten“, erklärt er. Bei Interesse dürften Ältere jedoch durchaus vorbeischauen, man würde vor Ort Ideen aufgreifen und sammeln.

Bei der Abschiedsfeier lassen alle die schönen Zeiten Revue passieren. Beim Weihnachtsliedergurgeln mit Kinderpunsch kommt Fröhlichkeit auf. „Danach kehren wir durch und übergeben den Schlüssel an die Stadt“, sagt Werner.

Von Gislinde Redepenning

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