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Kaiserliches Postamt strahlt wieder in alter Pracht

Städtebaulich wichtiges Ensemble Kaiserliches Postamt strahlt wieder in alter Pracht

Das Carré ist stadtbildprägend wie kaum ein zweites in Markranstädt: Nach gut vier Jahren Bauzeit ist am Donnerstagnachmittag die Fertigstellung des früheren Kaiserlichen Postamtes gefeiert worden

Jens Spiske (li.) und Frank Sparschuh freuen sich über das Schmuckstück. Nach rund vier Jahren ist die Sanierung des Kaiserlichen Postamtes abgeschlossen.

Quelle: Kempner

Markranstädt. Das Carré ist stadtbildprägend wie kaum ein zweites in Markranstädt: Nach gut vier Jahren Bauzeit ist am Donnerstagnachmittag die Fertigstellung des früheren Kaiserlichen Postamtes gefeiert worden.

Die Markranstädter Bau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft (MBWV) als hundertprozentige Tochterfirma der Stadt hatte sich des seit den Neunzigerjahren leerstehenden fünfgeschossigen Eckgebäudes gegenüber vom Bahnhof angenommen. Zusammen mit der Stadt wurden auch drei Nachbarhäuser erworben, das Carré als Ganzes entwickelt. Zwei weitere Gebäude verschwanden dafür sogar ganz, um im Innenhof Platz für Grün und einige Stellplätze zu schaffen.

Die größte Herausforderung bei der Sanierung würde der Denkmalschutz werden, hatte MBWV-Geschäftsführer Frank Sparschuh von Anfang an gesagt. Denn es galt einen Spagat zu wagen: Das Alte zu erhalten und zugleich Wohnraum nach heutigen Standards zu schaffen, inclusive der Bestimmungen zum Energiesparen und zur Barrierefreiheit.

Bei einem Rundgang konnten sich Stadträte, Firmen und Mieter nach dem kleinen Festakt mit Bürgermeister und MBWV-Chef von dem Geschaffenen überzeugen: 31 Wohnungen wurden teils mit komplett neuen Grundschnitten geschaffen, acht Gewerbeeinheiten entstanden, mit dem DRK samt Sozialstation, Beratungsstelle und Ortsverein als größtem Mieter. Der Katastrophenschutz des DRK belegt zugleich zwei der acht geschaffenen Garagen, zudem wurden 32 Stellplätze gebaut. Wie Sparschuh erläuterte, seien insgesamt knapp 4000 Quadratmeter Nutzfläche entstanden, die Gesamtinvestition habe 7,4 Millionen Euro betragen, rund 900 000 Euro davon habe es aus Mitteln der Stadtsanierung gegeben.

Spiske erzählte, de Entscheidung für den Umbau des früheren Kaiserlichen Postamtes sei seine erste große im Amt als Bürgermeister und Gesellschafter der MBWV gewesen. Er lobte Sparschuh für den gelungenen Mix aus Alt- und Neubau. Zum Carré zählen die Häuser der Eisenbahnstraße 14 bis 22, letzteres ist komplett neu errichtet.

Sparschuh erinnerte an die Auseinandersetzungen mit dem Landratsamt und die Denkmalschutzauflagen..Vor allem der Bau der Eckhäuser 16 und 18, die nahezu entkernt wurden, sei schwierig gewesen. „Wir haben uns gerade im Winter gesorgt, dass nicht alles einstürzt“, plauderte er. Selbst Fundamente im Keller hätten neu gemacht werden müssen.

Inzwischen ist bis auf zwei Wohnungen alles vermietet – und im letzten Haus ist gerade am Donnerstag der Maler mit den Handläufen fertig geworden.

Von Jörg ter Vehn

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