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Markranstädt Kalt geliefert, heiß auf den Tisch
Region Markranstädt Kalt geliefert, heiß auf den Tisch
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18:57 02.05.2011
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Markranstädt

Die Gerichte werden dabei nicht mehr warm geliefert und bis zur Mittagszeit warm gehalten. Stattdessen kommen sie gekühlt an und werden in der Kita erhitzt.

„Das hat für uns einige Vorteile“, erklärt Irina Tunsch, Leiterin des Kindergartens. „Zum Einen werden die Vitamine erhalten, und zum anderen können wir das Essen dann warm machen, wenn wir es brauchen.“ Gerade für die Gruppen, die Wandertag haben, sei das optimal. Bisher musste das Essen bis zur Rückkehr warm gehalten werden, doch je länger Fleisch und Gemüse stehen bleiben, „desto mehr Vitamine gehen dabei verloren“, erklärt René Schmidt vom Essenslieferer LDZ, der rund 20 Einrichtungen in Markranstädt, Markkleeberg, Großpösna und Zwenkau versorgt.

Um so viele Nährstoffe wie möglich zu erhalten, wird das Essen nach dem Kochen innerhalb von eineinhalb Stunden auf zwei Grad Celsius heruntergekühlt und tagsüber in Edelstahlschalen ausgeliefert. Einen Tag vor Verzehr werden die Gerichte zu der Kita gebracht. „Für uns entfällt dadurch das enge Zeitfenster von 8 bis 11 Uhr, wo wir das Essen bringen mussten“, sagt Schmidt. Bisher musste das Essen morgens gekocht werden und spätestens bis 11 Uhr im Kindergarten sein. Bei „cook and chill“ könne nachmittags gekocht und ausgeliefert werden.

Für das neue Verfahren musste in der Kita die Küche umgebaut werden. Die Ausstattung mit Kühlschränken und den Regenerieröfen zum Erhitzen im Wert von rund 10 000 Euro hat LDZ zur Verfügung gestellt. Die Renovierung hatte die Stadt übernommen. An den Kosten für das Mittagessen ändert sich dadurch nichts, allerdings an den Energiekosten für den Kindergarten. Rund 50 Euro mehr im Monat fallen für Strom an, doch die, versichert Schmidt, würden von LDZ übernommen. In den vergangenen Tagen wurde zudem das Personal der Firma Merkel, die die Küche in der Kita betreibt, angelernt. Für die Mitarbeiter entfalle bei der neuen Variante das umständliche Portionieren der Gerichte, denn alles werde in kleinen Portionen geliefert.

Tunsch freut sich, noch einen weiteren Schritt in Richtung ökologischer Kindergarten gemacht zu haben. Schon seit einem halben Jahr lasse sich die Einrichtung für 208 Kinder mit Frischmilch vom Landgut Nemt versorgen, zudem gebe es eine Holzpelletheizung und eine kleine Farm. „Wenn wir mit dem Verfahren zufrieden sind, soll das auch in der Außenstelle im Weißbachweg eingesetzt werden“, sagt sie.

Julia Tonne

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