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Markranstädt Kameraden werden künftig vor Ort ausgebildet
Region Markranstädt Kameraden werden künftig vor Ort ausgebildet
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16:54 30.03.2011
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Markranstädt

Doch weil zunehmend Lehrgänge ausgefallen sind und die Kosten zu hoch waren, nimmt die Stadt die Ausbildung nun selbst in die Hand.

Bislang wurden die Kosten für die zentrale Ausbildung im FTZ allein über die Kreisumlage finanziert. Allerdings gilt seit Anfang des Jahres die neue Gebührensatzung für die Nutzung des FTZ für Lehrgänge. Nach der müsste Markranstädt für die Grundausbildung pro Teilnehmer 296,06 Euro zahlen. „Bei einem diesjährigen Bedarf von 20 Kameraden kostet uns das 5921,20 Euro“, sagt Heike Helbig, Sprecherin der Stadt. Bei der Ausbildung vor Ort lägen die Kosten bei gerade einmal 1540 Euro. Das sei der Betrag, den ein Ausbilder für 70 Stunden je Lehrgang bekäme.

Am vergangenen Wochenende wurden die Feuerwehrmänner und -frauen bereits – unter anderem in Espenhain bei einem Schrotthändler – in „Technischer Hilfe“ geschult. Hier ging es um den richtigen Umgang mit Rettungsgeräten wie Schere und Spreizer, Druckbelüfter, Beleuchtungssatz und Stromerzeuger. Außerdem wurden theoretisch- und praktisch-physikalische Grundlagen vermittelt.

Dass Markranstädt die Ausbildung übernehmen kann, ist der Tatsache zu verdanken, dass es für jedes Sachgebiet mindestens einen Ausbilder in den eigenen Reihen gibt. Dadurch werde eine „individuelle und effektive Ausbildung“ möglich, wie Stadtwehrleiter Thomas Haetscher betont. „Die Fahrwege zum FTZ fallen weg, wir können Lehrgänge anbieten, wenn der Bedarf da ist, und üben natürlich an unseren eigenen Geräten“, begründet er.

An Nachwuchs mangelt es der Freiwilligen Feuerwehr Markranstädt derzeit nicht. Allein in den letzten vier Jahren hat sich die Zahl der Mitglieder in den Jugendwehren von 35 auf 68 fast verdoppelt. Nun sollen die älteren Nachwuchs-Feuerwehrleute ihre Grundausbildung erhalten. „Den Zeitpunkt können wir selbst bestimmen und auch besser auf die Bedürfnisse der jungen Leute eingehen“, sagt Haetscher. Für die Kommune ist zudem wichtig, dass sich durch die Ausbildung vor Ort auch die Kameraden der einzelnen Ortswehren kennen lernen.

„Das kann uns im Einsatzfall nur entgegen kommen, da die verschiedenen Ortswehren oft Hand in Hand arbeiten müssen“, sagt Helbig.

Markranstädt wird nun die Lehrgänge für den Truppmann, den Truppführer, in technischer Hilfe, für Maschinisten Löschfahrzeuge, für Sprechfunker, Motorkettensägenführer und für technische Hilfe und Brandbekämpfung nach Bahnunfällen durchführen. Ein Feuerwehrmann soll noch in diesem Jahr zum Ausbilder Atemschutzgeräteträger geschult werden. Weiterführende Lehrgänge, zum Beispiel zum Gruppen- und Zugführer, müssen allerdings an der Landesfeuerwehrschule absolviert werden.

Erst im Dezember hatte der Stadtrat die überarbeitete Satzung für die Entschädigung der ehrenamtlich tätigen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren gebilligt. Seit Anfang des Jahres bekommen Feuerwehrleute nun pro Jahr eine Entschädigung von 24 statt bisher zwölf Euro. Ausbilder erhalten elf Euro pro geleistete Ausbildungsstunde, Helfer 5,50 Euro.

Julia Tonne

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