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Markranstädt Kanuverein wünscht sich langjährigen Pachtvertrag
Region Markranstädt Kanuverein wünscht sich langjährigen Pachtvertrag
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14:23 19.05.2015
Fleißige Hände: Am Wochenende sind im Uferbereich von freiwilligen Helfern mehrere Tonnen Kies für eine eigene Badestelle verteilt worden. Quelle: Julia Tonne

Wenn am kommenden Sonnabend mit Hüpfburg, Bootstouren auf dem Kulkwitzer See, Lagerfeuer und Musik gefeiert wird, können Besucher nun auch vom Ufer aus ins Wasser hüpfen, wenn das Wetter mitspielt. Am vergangenen Wochenende haben etliche Freiwillige mehrere Tonnen Kies mit einem Radlader an den See geschafft und ihn mit Schubkarren, Schaufeln und viel Muskelkraft am Wasser und im Uferbereich des Sees aufgeschüttet. "Wir wollten endlich einen richtigen Einstieg ins Wasser", begründet Vorstandsmitglied Rayk Hassert den Arbeitseinsatz. Vor allem für die vielen Kinder des Vereins sei es damit leichter, nach dem Kanufahren mal schwimmen zu gehen. Bisher mussten sie immer neben den Stegen in den See, "doch das war wegen der Schienen für die Boote zu gefährlich".

Auch in dem Trainings- und Vereinshaus, einem alten Lokschuppen, hat sich in den vergangenen Monaten viel getan. Die Umkleideräume haben sowohl neue Fliesen als auch neue Fenster und Deckenplatten bekommen - alles vom Verein selbst finanziert. Nun sollen in den nächsten Wochen noch die Sanitäreinrichtungen saniert werden. Zu tun ist laut Schatzmeisterin Caterina Lüttig auch im Kraftraum. Hier kommt den Sportlern die Decke in Einzelteilen entgegen, zudem müssen die Geräte ausgetauscht werden. "Das passiert aber noch in diesem Jahr", sagt Lüttig. Die Instandsetzung des Gebäudes sei zwingend erforderlich, "und da müssen wir kreativ sein."

Der Zustand des Bootshauses bereitet dem Verein Kopfzerbrechen, denn durch die fehlende Dämmung ist es laut Florian Frommann, stellvertretender Vorsitzender, schwierig, die Kinder und Jugendlichen im Winter an sich zu binden und den Trainingsbetrieb aufrecht zu erhalten. "Training ist zwar möglich, aber wir müssen schon improvisieren", macht er deutlich.

Zudem hat der KFC noch mit einem anderen gravierenden Problem zu kämpfen: Er hat vom Zweckverband Erholungsgebiet Kulkwitzer See noch keinen langfristigen Pachtvertrag für das Gelände bekommen. Deshalb sei auch eine komplette Sanierung des Bootshauses nicht machbar. "Wir hängen im Moment in der Luft, brauchen aber dringend einen langfristigen Vertrag", betont Lüttig.

Dennoch tut der Vorstand derzeit viel, um den KFC für die Zukunft zu rüsten. Allein die Nachwuchsarbeit ist so erfolgreich, dass zur Zeit 30 Kinder hier trainieren. Tendenz steigend.

Dass der Verein zunehmend mehr Mitglieder verbuchen kann - im Moment sind es mehr als 90 -, liegt für Hassert auch an der neuen, im Vorjahr fertiggestellten Seepromenade. "Wir haben durch die Promenadenfeste viel Zulauf, und einige bleiben anschließend bei uns", sagt er. Deshalb suche der Verein auch weitere Trainer.

Zur Geburtstagsfeier am Sonnabend können die Gäste ab 14 Uhr Schnupperpaddeln ausprobieren. Für die Landratten gibt es Bubble-Soccer, also Fußball mit Riesenbällen, eine Hüpfburg und Musik. Und vielleicht bleibt ja der ein oder andere am Kanusport hängen. Immerhin hat der Verein bereits Welt- und Deutsche Meister hervorgebracht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.09.2014
Julia Tonne

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