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Karle erfolgreich aus dem Kulkwitzer See gerettet

Karle erfolgreich aus dem Kulkwitzer See gerettet

Hilflos treibt Karle im Kulkwitzer See. Er hat keine Kraft mehr, um zum Ufer zurückzuschwimmen. Doch Karle hat Glück: Erstens ist er nur eine Puppe, zweitens ist die Freiwillige Feuerwehr Markranstädt vor Ort, um ihn aus dem doch recht kühlen Wasser zu holen.

Anfahren, Berechnung des Wellengangs, punktgenaues Anhalten und Bergung des Verunglückten: all das müssen Sven Haetscher und René Gebhardt für den Notfall beherrschen. Deshalb wurde am Kulkwitzer See trainiert.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Am Wochenende übten die Kameraden den Notfall mit ihrem neuen Boot. Dieser Sommer ist die erste Saison für das Boot, das das bisherige Schlauchboot abgelöst hat. "Das alte war viel zu klein", sagt Sven Haetscher. Wenn die Kameraden an Bord waren, sei für die Trage kaum noch Platz gewesen, "was die Feuerwehr vor die Herausforderung stellte, unter diesen Bedingungen Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen".

Das hat sich mit dem neuen Wasser-Gefährt der Feuerwehrleute erübrigt. Es hat ausreichend viel Platz und außerdem ein Rettungsboard, das bei möglichen Wirbelsäulenverletzungen zum Einsatz kommt, wie René Gebhardt erklärt. Geübt wurde von den Kameraden das Anfahren an den Verunglückten, die Berechnung des Wellengangs, das punktgenaue Anhalten und der Ablauf des Rettungsmanövers. "Das alles müssen wir regelmäßig trainieren, damit wir den Patienten mit dem Boot nicht in weitere Gefahr bringen."

Innerhalb von 15 Minuten schafft es die Feuerwehr, auf dem See zu sein. Das könnte demnächst schneller gehen, denn derzeit gibt es noch keine richtige Einstiegsstelle für das Boot. "Es ist schon schwierig, das Boot ins Wasser zu bekommen", gibt Haetscher zu. Doch deshalb werde häufig geübt. Eben mit Karle, der alle Voraussetzungen mitbringt, die eine Rettungspuppe erfüllen muss: Er wiegt rund 60 Kilogramm und verzeiht im Zweifel auch Fehler. 20 000 Euro hat das neue Rettungsboot gekostet, das bei voller Beladung maximal 50 Kilometer in der Stunde schafft.

Waren einige Feuerwehrleute auf dem Wasser unterwegs, befassten sich die anderen an Land mit Kartenkunde. Ausgerüstet mit UTM-Koordinaten und Karte, machten sie sich auf den Weg, vorgegebene Ziele in kürzester Zeit zu erreichen. Hilfreich seien diese globalen Koordinaten vor allem "bei Großschadenslagen wie dem Hochwasser", erläutert Haetscher. Um beispielsweise Sammelpunkte zu erreichen, wenn Straßenzüge in den Fluten versunken sind, müssten die Feuerwehrleute das System beherrschen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.08.2013

Julia Tonne

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