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Markranstädt Keine Chance für Schnupfnasen im Spatzennest
Region Markranstädt Keine Chance für Schnupfnasen im Spatzennest
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09:12 17.09.2009

. Da ab kommendem Jahr auch Krippenkinder in der Einrichtung betreut werden sollen, wird die Kapazität erweitert: Zehn Plätze entstehen zusätzlich, sodass 13 Mädchen und Jungen aufgenommen werden können. Dafür erhält das L-förmige Gebäude einen 32 Quadratmeter großen Anbau, für den bereits die Fassade des alten Hauses an der Stelle abgebrochen wurde. Der Eingang wird auf Seite des Neubaus liegen.

„Ich freue mich, dass wir einen größeren Raum haben und nicht mehr auf das Wetter angewiesen sind“, sagte Kita-Leiterin Cornelia Zausch. Der Hort wird dafür ausgelagert, bereits seit Juni befinden sich die 13 Schüler aus der Einrichtung im Kulkwitzer Hort.

Die Bauarbeiten, die am 17. August begonnen haben, sollen planmäßig bis Jahresende abgeschlossen sein. „Wir wollen den Termin auch beibehalten“, habe ihr Ulrich Greiner aus dem Makranstädter Bauamt zuletzt versichert, so Zausch. Die Krippenplätze werden ab 2010 gebraucht. Sieben Anmeldungen lägen bereits vor, berichtet die Kita-Leiterin. „Wir sind auf Kinder angewiesen, die von außerhalb kommen“, erzählt Zausch. Denn gerade mal ein Kind direkt aus Räpitz werde die Krippe besuchen. Deswegen habe man auch das Kneipp-Konzept ausgewählt. „Wir müssen etwas machen, das die Markranstädter Einrichtungen nicht haben“, sagt Zausch.

Momentan herrscht Umbruchstimmung: Spielzeug, Möbel und Basteleien lagern in der Zwenkauer Geschäftsstelle des Trägers, des Kreisverbands Deutsches Rotes Kreuz Leipzig-Land. Schlafen gehen die Kinder mittags zur Feuerwehr, wo sie im nahegelegenen Haus ihre zwölf Bettchen vorfinden. „Die Mitarbeiter bilden sich weiter“, erzählt die DRK-Fachberaterin Ramona Prudlick. Schließlich soll ab nächstem Jahr in der Kita das Kneipp-Programm mit Kräutern, Wasser und Licht umgesetzt werden: Tretbecken im Außen- und Innenbereich, verschiedene Strecken zum Barfusslaufen auf Schnee oder Tau im Winter erwartet die Kinder beispielsweise. „Da stellt sich dann eine gewisse Abhärtung ein. Schnupfnasen haben dann keine Chance“, hofft Zausch.

Die Wasseranwendungen seien auch mit geringem materiellem Aufwand möglich, sagt sie. Es solle nicht alles vorgefertigt werden, dafür der beschauliche Charakter der Einrichtung erhalten bleiben. Eine ebenerdige Dusche werde neu eingebaut, mit der „Wasser erlebbar gemacht“ werde. Auch die Erzieher profitieren: Sie erhalten einen eigenen Raum.

Da die geplante Erweiterung des Außenbereichs an der Einigung mit einer Grundstücksbesitzerin scheiterte, die ihre Flächen aus persönlichen Gründen nicht tauschen wollte, wird nun der nahe gelegene Spielplatz mitgenutzt. „Ohne die Ergänzung wäre unsere Außenfläche zu klein“, erläutert Zausch. „Eng am vorhandenen Bewuchs entlang wird der Spielplatz eingezäunt und an das erweiterte Kita-Areal mit gesicherter Einfriedung angebunden“, erläutert Bürgermeisterin Carina Radon. Gleichzeitig solle das Areal weiterhin öffentlich zugänglich bleiben. Wie genau, solle sich in der Praxis zeigen. Die benachbarten Grundstücke werden über die auf 3,50 Meter Wirtschaftswegbreite erweiterten Wege erreicht. Der Zuschnitt der Parkplätze ändert sich. Die Stadt investiert knapp 260 000 Euro, davon fließen 209 000 Euro Fördermittel – unter anderem aus dem Konjunkturpaket.

„Wir stehen schon in den Startlöchern, das Gelernte auch umzusetzen“, freut sich Zausch auf das Kneippen mit den „Spatzen“. Anmeldungen für die Kita nimmt sie unter Telefon 034444 20138 entgegen.

Kendra Reinhardt

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